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Ist CBD eine Option bei Epilepsie?

CBD bei Epilepsie Studien

Tatsächlich ist in Europa ein CBD-basiertes Medikament gegen therapieresistente Epilepsie-Formen im Kleinkindalter zugelassen. Könnte also CBD Öl eine Option der Alternativmedizin darstellen? Man sollte CBD Produkte nicht als Ersatz für eine herkömmliche Therapie sehen und unbedingt mit dem behandelnden Arzt sprechen. Es gibt aber wissenschaftliche Hinweise, dass CBD bei Epilepsie helfen kann. Der vorliegende Artikel klärt auf.

Die Krankheit Epilepsie erklärt

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederholte Anfälle gekennzeichnet ist, die durch eine plötzliche und übermäßige elektrische Entladung im Gehirn verursacht werden. Diese unkontrollierten elektrischen Entladungen können zu einer Vielzahl von Symptomen führen, je nachdem, welcher Teil des Gehirns betroffen ist.

Symptome der Epilepsie:

  • Krampfanfälle: unkontrollierte Zuckungen und Bewegungen, oft begleitet von einem Bewusstseinsverlust
  • Abwesenheitsanfälle: kurzzeitiger Bewusstseinsverlust, bei dem die Person für einige Sekunden "abwesend" erscheint
  • Auren: unspezifische Gefühle oder Empfindungen, die einen Anfall vorhersagen können, wie z. B. ein seltsames Kribbeln oder Geräusche
  • Myoklonische Anfälle: plötzliche, kurze Zuckungen oder Rucke von Muskeln oder Muskelgruppen
  • Atonische Anfälle: plötzlicher Verlust des Muskeltonus, der zu einem Fall führen kann
  • Fokale Anfälle: Betreffen nur einen bestimmten Bereich des Gehirns und können sich in sensorischen Halluzinationen, unkontrollierten Bewegungen oder Veränderungen des Bewusstseins äußern.
CBD bei Epilepsie

Wann tritt die Krankheit auf?

Epilepsie kann in jedem Alter auftreten, von der Kindheit bis ins hohe Alter. Die Ursachen für die Entwicklung von Epilepsie sind vielfältig und können genetische Faktoren, Kopfverletzungen, Infektionen des zentralen Nervensystems, Hirntumoren oder Schlaganfälle umfassen. Bei vielen Menschen mit Epilepsie bleibt die genaue Ursache jedoch unbekannt. Es ist wichtig zu betonen, dass nicht jeder, der einen Anfall erlebt, an Epilepsie leidet. Für eine Diagnose von Epilepsie muss ein Individuum wiederholte Anfälle ohne erkennbare, auslösende Ursache erleben.

Welche Behandlungsoptionen gibt es?

Die gängigsten Behandlungsformen für Epilepsie sind antiepileptische Medikamente, die dazu beitragen, die Häufigkeit und Schwere der Anfälle zu verringern. In einigen Fällen, in denen Medikamente nicht wirksam sind, kann auch eine chirurgische Intervention in Betracht gezogen werden. Eine Operation am Gehirn ist aber nur die allerletzte Option und wird nur nach langwierigen Tests bei sehr schweren Epilepsieformen durchgeführt.

Warum CBD Öl?

Aufgrund der Nebenwirkungen von Medikamenten suchen viele Betroffene Hilfe in der Alternativmedizin. Schon seit Jahrtausenden sind entkrampfende Eigenschaften von Hanf bekannt. Den nicht-psychoaktiven Wirkstoff Cannabidiol (CBD) nehmen auch viele Frauen bei Menstruationsbeschwerden und gegen Krämpfe in der Gebärmutter. Es gibt viele Anwender, die Cannabidiol als Mittel der Entspannung im Allgemeinen schätzen. Es liegt also auf der Hand, warum man CBD Öl bei Epilepsie einnehmen möchte. 

Achtung! CBD Produkte sind kein Ersatz für eine medizinische Behandlung. Ärztlicher Ratschlag ist vor der Einnahme von CBD Öl bei Epilepsie zwingend notwendig.

Eignet sich CBD Öl für Kinder?

In Deutschland dürfen CBD Produkte nur an Erwachsene verkauft werden. Insgesamt ist eine Gabe von CBD an Kinder auch nicht empfohlen, weil es keine Langzeitstudien gibt. Das erscheint merkwürdig, weil Cannabidiol allgemein als gut verträglich gilt. Es ist einfach so, dass man bei Kindern nie vorsichtig genug sein kann. Aber tatsächlich ist es so, dass im medizinischen Bereich CBD bei Epilepsie für Kinder Anwendung findet (vgl. Hausman-Kedem, Menascu & Kramer, 2018). Weil CBD keinen Rausch verursacht, kommt es für Kinder in Frage.

Was sagen Ärzte zur Verwendung von CBD bei Epilepsie?

Dr. Peter Grinwood, ein Arzt an der Harvard Medical School, fasst zusammen, dass die Studienergebnisse zur Wirkung von CBD bei Epilepsie im Kleinkindalter stark ist, auch wenn die therapeutische Wirkung von Cannabidiol noch nicht als komplett erforscht gilt:

"CBD wird für eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen angepriesen, aber die stärksten wissenschaftlichen Beweise gibt es für seine Wirksamkeit bei der Behandlung einiger der grausamsten Epilepsiesyndrome im Kindesalter, wie dem Dravet-Syndrom und dem Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS), die in der Regel nicht auf Medikamente gegen Anfälle ansprechen. In zahlreichen Studien konnte CBD die Zahl der Anfälle verringern und in einigen Fällen sogar ganz verhindern."

CBD-basiertes Medikament bei Lennox-Gastaut und Dravet-Syndrom

Es gibt ein spezifisches CBD-basiertes Medikament namens Epidiolex, das speziell zur Behandlung von zwei seltenen und schweren Formen der Epilepsie entwickelt wurde: dem Lennox-Gastaut-Syndrom und dem Dravet-Syndrom. Dieses Medikament hat die Zulassung in mehreren Ländern erhalten. 

Das Besondere an diesen beiden Formen von Epilepsie ist erstens, dass sie nicht auf konventionelle Therapien ansprechen und zweitens schon im Kleinkindalter auftreten. Aus diesem Grund ist CBD für Betroffene und deren Angehörige ein Hoffnungsschimmer.

Studien zum Thema CBD bei Epilepsie

In einer israelischen Studie (Tzadok et al., 2022) wurden Daten von Kindern und Jugendlichen gesammelt, die zwischen Januar 2014 und Juni 2019 wegen schwer behandelbarer Epilepsie CBD-reiches Cannabisöl bekamen. Die Daten wurden über ein Jahr hinweg beobachtet. Von 114 Patienten berichteten 84 (73,3%) über eine Verbesserung der Anfallshäufigkeit während der Behandlung. 51 der 86 Patienten, die die Behandlung mindestens ein Jahr lang fortsetzten, zeigten eine Verbesserung der Anfälle um mehr als 50%. Es gab nur wenige Nebenwirkungen, und es wurden auch andere positive Effekte festgestellt.

Das Ziel einer amerikanischen Studie (Gaston et al., 2019) war, die Lebensqualität von 53 Epilepsie-Patienten vor und nach einem Jahr CBD-Behandlung zu vergleichen. Bei der Untersuchung wurde ein spezieller Fragebogen zur Lebensqualität bei Epilepsie (QOLIE-89) verwendet. Alle Teilnehmer bekamen CBD in steigenden Dosen. Nach einem Jahr (oder früher bei Studienabbruch) wurde der Fragebogen erneut ausgefüllt. Die durchschnittliche Bewertung der Lebensqualität verbesserte sich während der Einnahme von CBD bei Epilepsie. Diese Analyse zeigte, dass die bessere LQ mit einer besseren Stimmung in Zusammenhang stand, nicht aber mit der Anzahl oder Schwere der Anfälle. Das bedeutet, dass CBD positive Auswirkungen auf die Lebensqualität und Stimmung haben könnte, die nicht nur von der Anfallskontrolle abhängen.

CBD Öl Wirkung

Bezahlt die Krankenkasse CBD Tropfen bei Epilepsie?

Einige Krankenkasse bezahlen Naturheilmittel. Die Kostenübernahme von CBD-Produkten durch die Krankenkassen variiert je nach spezifischer Krankenkasse. Es ist immer ratsam, dies direkt mit der eigenen Krankenkasse zu klären. Die Kosten für CBD Öl werden nur übernommen, wenn der behandelnde Arzt es ausdrücklich empfiehlt und andere Therapieoptionen ausgeschöpft hat. Man kann also versuchen, sich CBD Öl gegen Epilepsie bezahlen zu lassen. Die Erfolgsaussichten sind aber eher gering.

Fazit: CBD bei Epilepsie als sanfter Helfer

CBD hat laut Studien das Potenzial, eine wichtige Rolle in der Epilepsiebehandlung zu spielen, insbesondere in Fällen, in denen herkömmliche Therapien nicht wirksam sind. Hoffentlich wird es weitere Studien geben, die die CBD Wirkung bei Epilepsie untersuchen. Es bietet natürliche Unterstützung mit wenigen Nebenwirkungen und kann insbesondere bei bestimmten Formen der Epilepsie sehr wirksam sein. Es ist jedoch wichtig, vor der Anwendung von CBD bei Epilepsie immer einen Arzt zu konsultieren.