CBD Studien: Was die Forschung sagt

CBD Studien

Stand: September 2026 · Zuletzt aktualisiert: 30.09.2026 · Autor: Christopher Ort · Lesezeit: ca. 12 Minuten

Was sagen CBD Studien aus?

Zu CBD gibt es viele Studien, und ihre Zahl wächst. Besonders gut untersucht sind bestimmte seltene Epilepsieformen, zu denen mehrere placebokontrollierte Studien vorliegen. Bei Stress, Schlaf, Blutdruck, Parkinson, Alzheimer, Sucht oder Krebs ist die Forschung unterschiedlich weit: Das Spektrum reicht von Zell- und Tierversuchen über Umfragen und kleine Studien am Menschen bis zu ersten kontrollierten Studien.

Dieser Artikel stellt die wichtigsten Studien vor und ordnet ein, wie sie aufgebaut waren, wie viele Menschen teilnahmen, welche Ergebnisse beobachtet wurden und welche Fragen noch offen sind.

Wie aussagekräftig ist eine CBD Studie?

Nicht jede Studie erlaubt gleich belastbare Schlüsse. Was in einer Zellkultur beobachtet wird, muss im menschlichen Körper nicht genauso auftreten. Eine Umfrage zeigt, was Menschen wahrnehmen und berichten, kann aber nicht klären, welchen Anteil CBD daran hatte. Ein Vergleich mit Placebo, bei dem weder die Teilnehmenden noch das Studienteam wissen, wer was bekommt, trennt mögliche Wirkstoff- und Erwartungseffekte besser voneinander.

Deshalb ordnen wir die Studien in fünf Stufen ein. Diese vereinfachte redaktionelle Einteilung ist keine offizielle Bewertung wie das GRADE-System. Bei jedem Thema nennen wir die höchste Stufe, die wir für CBD gefunden haben.

  • Stufe 1Zell- und Tierversuche.Sie untersuchen mögliche Mechanismen. Ob sich die Beobachtungen auf Menschen übertragen lassen, müssen weitere Studien zeigen.
  • Stufe 2Umfragen, Fallserien, Auswertungen von Patientenakten.Sie liefern erste Hinweise. Ohne Kontrollgruppe bleibt jedoch offen, welchen Anteil Erwartung, Zufall oder ein möglicher Effekt haben.
  • Stufe 3Kleine kontrollierte Studien (RCT).Die Zuteilung erfolgt zufällig und es gibt ein Placebo; meist nehmen unter 150 Personen teil, die Studiendauer ist kurz.
  • Stufe 4Mehrere RCT oder größere Studien.Ihre Ergebnisse können miteinander verglichen und gegenseitig überprüft werden.
  • Stufe 5Große kontrollierte Studien und Übersichten mit übereinstimmenden Ergebnissen.Auf dieser Stufe sind die Schlussfolgerungen am belastbarsten.

Was zeigen CBD Studien zu Stress, Cortisol, Angst und PTBS?

Evidenzstufe 3Höchste Stufe: kleine kontrollierte Studien mit ersten Signalen.

Viele Menschen interessieren sich für CBD, wenn sie sich gestresst oder angespannt fühlen. In einer Online-Umfrage von 2021 mit 387 aktuellen oder früheren Nutzerinnen und Nutzern nannten 42,6 % Angst, 42,5 % Schlaf und 37 % Stress als Grund. Das zeigt, warum Menschen CBD nutzen, lässt ohne Kontrollgruppe aber keinen Schluss auf eine Wirkung zu. Die Autoren halten weitere Forschung zu niedrigen Dosen für nötig. Häufig zitierte App-Daten von Cuttler 2018 beziehen sich zudem auf Cannabis mit THC, nicht auf CBD allein.

Ausgewählte Studien zu Stress, Cortisol und Angst
Studie Aufbau und Teilnehmende Ergebnis Offene Fragen
Zuardi et al. 1993 Doppelblind, placebokontrolliert; 11 gesunde Freiwillige (300 mg CBD: 7, 600 mg: 4), Einzeldosis Nach CBD fiel der Cortisolspiegel im Tagesverlauf weniger stark ab als in der Placebo-Sitzung. Die Teilnehmenden beschrieben außerdem Sedierung. Sehr kleine Gruppe, gesunde Personen und eine Einzeldosis. Mögliche Auswirkungen im Alltag wurden nicht untersucht.
Spinella et al. 2021 Randomisiert, Crossover; 43 gesunde Erwachsene; CBD-freies Hanfsamenöl, mit der Angabe „enthält CBD“ oder „enthält kein CBD“ Schon die Erwartung, CBD zu bekommen, führte zu mehr Sedierung und Veränderungen der Herzratenvariabilität. Subjektiver Stress und Angst veränderten sich nicht systematisch. Die Studie macht den Einfluss von Erwartungen sichtbar. Placebo-Kontrollen sind deshalb in weiteren Untersuchungen besonders wichtig.
Bergamaschi et al. 2011 Doppelblinde RCT; 24 Personen mit sozialer Angststörung, 600 mg CBD (12) oder Placebo (12), einmalig; simulierte Rede vor Publikum Unter CBD zeigten sich weniger Angst, kognitive Beeinträchtigung und Unbehagen als unter Placebo. Einzeldosis und kleine Gruppe; die Ergebnisse gelten als vorläufig.
Shannon et al. 2019 Auswertung von Patientenakten einer psychiatrischen Klinik; 72 Personen in der Analyse (47 Angst, 25 Schlaf) Bei 57 Personen (79,2 %) sanken die Angstwerte im ersten Monat. Es gab keine Kontrollgruppe, zudem schwankten die Werte. Die Autoren empfehlen kontrollierte Studien.

Die Studie von Bergamaschi et al. 2011 mit ihrer simulierten Redesituation liefert ein erstes interessantes Signal. Dazu passt eine Meta-Analyse von 2024: In 8 Artikeln mit 316 Teilnehmenden zeigte sich ein Vorteil bei Angst, ein vielversprechender Befund. Wegen der kleinen Stichproben mahnen die Autoren allerdings zu einer vorsichtigen Interpretation; größere Studien müssen nun zeigen, wie stabil er ist.

Daneben gibt es große Übersichten zu Cannabinoiden insgesamt, nicht durchgehend zu CBD allein. Ein Review in Lancet Psychiatry (Black et al. 2019) wertete 83 Studien aus, darunter 40 RCT mit 3067 Teilnehmenden. Bei Angst, Depression, ADHS, Tourette, PTBS oder Psychosen fanden die Autoren bisher wenige Belege für Cannabinoide. Zu PTBS lagen 12 Studien vor, darunter eine RCT mit 10 Personen; für Leitlinien hielten sie die vorhandenen Belege noch nicht für ausreichend. Die jüngste Auswertung, Wilson et al. 2026, umfasst 54 Studien mit 2477 Teilnehmenden, von denen 44 % ein hohes Verzerrungsrisiko hatten. Für Angst und PTBS fand die Auswertung keine signifikanten Effekte von Cannabinoiden, für Depression keine RCT-Evidenz. Als Nächstes sind deshalb größere, gut kontrollierte Studien gefragt, die CBD allein untersuchen.

Kurz eingeordnet
  • Was bisher untersucht wurde: Umfragen, Aktenauswertungen, kleine placebokontrollierte Studien mit Einzeldosen und mehrere Übersichtsarbeiten. Zu Cortisol liegt eine Studie mit 11 gesunden Freiwilligen vor.
  • Was Studien zeigen: Einzelne Studien berichten von weniger Angst, etwa bei einer simulierten Redesituation, und von einem schwächeren Cortisolabfall. Andere Auswertungen finden keinen Unterschied zu Placebo; zugleich zeigt sich, dass Erwartungen eine messbare Rolle spielen.
  • Offene Fragen der Forschung: Größere und längere kontrollierte Studien sollten prüfen, wie sich niedrige Alltagsdosen auf Stress auswirken und ob die beobachteten Signale über längere Zeit stabil bleiben.

Was sagen CBD Studien zu Schlaf und Schlafproblemen?

Evidenzstufe 3Höchste Stufe: kleine bis mittelgroße RCT; die Übersichten lassen noch viele Fragen offen.

Ausgewählte Studien zu Schlaf
Studie Aufbau und Teilnehmende Ergebnis Offene Fragen
Carlini und Cunha 1981 Bericht über eigene frühe Versuche; 15 Personen mit Schlafstörung erhielten 40, 80 oder 160 mg CBD, Placebo oder 5 mg Nitrazepam Bei 160 mg gaben die Teilnehmenden an, deutlich länger zu schlafen. In den Versuchen der Autoren berichteten mehrere Freiwillige über Schläfrigkeit. Frühe, kleine Studie auf Basis von Selbstauskünften.
Narayan et al. 2024 Randomisierte Pilotstudie; 150 mg CBD (15) gegen Placebo (15), 2 Wochen, vor dem Schlafengehen Nach zwei Wochen waren das Wohlbefinden und die per Aktivitätsmesser bestimmte Schlafeffizienz höher. Beim Schweregrad der Schlafstörung, bei der Einschlafzeit, der Schlafeffizienz laut Tagebuch und dem nächtlichen Wachliegen zeigte sich kein Unterschied zu Placebo. 30 Personen und zwei Wochen; weitere Studien sollten andere Dosen und Zeiträume prüfen.
Wang et al. 2025 Doppelblinde Crossover-Studie; 125 Personen mit Insomnie, 300 mg CBD plus Terpene über 4 Wochen Der Anteil von Tiefschlaf und REM-Schlaf stieg um 1,3 Prozentpunkte (P = 0,03). Die Gesamtschlafzeit änderte sich nicht. Kombination mit Terpenen und Schlafmessung per Armband; der Unterschied ist klein.

Eine systematische Übersicht (Suraev et al. 2020) nennt vorläufige Hinweise, die kontrollierte Studien bei Insomnie, PTBS-bedingten Albträumen, Restless-Legs-Syndrom, Schlafapnoe, REM-Schlaf-Verhaltensstörung und Narkolepsie rechtfertigen. Ausgewertet wurden 14 vorklinische und 12 klinische Studien. Für einen routinemäßigen klinischen Einsatz von Cannabinoiden bei Schlafstörungen reicht die bisherige Forschung nach Einschätzung der Autoren noch nicht aus. Zudem geht es um Cannabinoide allgemein, nicht um CBD allein.

Kurz eingeordnet
  • Was bisher untersucht wurde: Ein früher Versuch von 1981, eine Pilot-RCT mit 30 Personen und eine Crossover-Studie mit 125 Personen mit Insomnie.
  • Was Studien zeigen: Einzelne Studien berichten von längerem selbst eingeschätztem Schlaf, höherem Wohlbefinden oder einem leicht veränderten Anteil an Tiefschlaf und REM-Schlaf. Bei anderen Messwerten zeigte sich kein Unterschied zu Placebo; in mehreren Studien wurde zudem Müdigkeit oder Schläfrigkeit beschrieben.
  • Offene Fragen der Forschung: Größere und längere Studien sollten klären, welche Dosis und Dauer sich für welche Personengruppen eignen. Langzeitdaten fehlen bisher.

Was sagt die Forschung zu CBD, Entzündungen und Immunsystem?

Evidenzstufe 1Die höchste Stufe bilden hier Zell- und Tierversuche.

Ein großer Teil der Literatur befasst sich damit, welche Veränderungen sich unter CBD in Zellen und Tiermodellen bei Entzündungsprozessen zeigen. Übersichtsarbeiten wie Burstein 2015, Atalay et al. 2019 und Aziz et al. 2023 bündeln diese Befunde. Aziz und Kollegen beschreiben CBD dabei als immunmodulierend. Die Ergebnisse stammen überwiegend aus vorklinischen Untersuchungen.

Was solche Laborbefunde konkret zeigen, veranschaulicht eine systematische Übersicht von Pagano et al. (2020). Sie wertete 29 In-vitro-Studien an normalen menschlichen Zellkulturen aus. Dabei sank die Bildung von Entzündungsbotenstoffen. Zugleich wurden Wanderung und Vermehrung der Zellen gebremst, und ab etwa 2 µM nahm die Zellvitalität dosisabhängig ab. Ein programmierter Zelltod trat erst bei hohen Konzentrationen (ab 10 µM) auf. Ob sich diese Beobachtungen auf den Menschen übertragen lassen, müssen klinische Studien klären.

Eine Studie mit 60 Menschen mit Parkinson (siehe unten) fand nach 12 Wochen keine Unterschiede bei Entzündungsmarkern im Blut.

Kurz eingeordnet
  • Was bisher untersucht wurde: Zell- und Tierversuche, mehrere Übersichtsarbeiten sowie Entzündungsmarker innerhalb einer RCT mit 60 Personen.
  • Was Studien zeigen: In Zellkulturen und Tiermodellen zeigten sich je nach Konzentration Veränderungen bei Entzündungsmarkern; Übersichten beschreiben immunmodulierende Eigenschaften. In der RCT waren nach 12 Wochen keine Unterschiede bei den Entzündungsmarkern im Blut zu sehen.
  • Offene Fragen der Forschung: Kontrollierte Studien am Menschen sollten Entzündungsmarker gezielt als Hauptziel untersuchen und prüfen, wie sich die Laborbefunde übertragen lassen.

Was sagen Studien zu CBD, Covid-19 und Herpes?

Evidenzstufe 3Zu Covid gibt es Laborstudien (Stufe 1) und eine RCT (Stufe 3); zu Herpes wurde keine Humanstudie gefunden.

Zu Covid-19 werden zwei Arbeiten häufig zitiert. In Zellkulturen und bei Mäusen beobachteten Nguyen et al. (2022), dass CBD die Vermehrung von SARS-CoV-2 hemmte. Auch eine rückblickende Auswertung von Krankenakten lieferte ein interessantes Signal: Personen, die laut Akte eine CBD-Lösung (100 mg/ml) erhielten, hatten seltener positive Tests. Ob sich diese Befunde klinisch bestätigen lassen, muss nach Einschätzung der Autoren in Studien geprüft werden.

Für die erste kontrollierte Studie am Menschen, CANDIDATE (Crippa et al. 2022), teilte das Forschungsteam 105 Erwachsene mit Covid-19 zufällig einer Behandlung mit 300 mg CBD täglich über 14 Tage oder Placebo zu. CBD wurde gut vertragen. Die Zeit bis zum Abklingen der Symptome unterschied sich jedoch nicht zwischen den Gruppen; laut den Autoren wurde der Krankheitsverlauf nicht verändert.

Zu Herpes haben wir bei der PubMed-Recherche vom 30.09.2026 keine Studie am Menschen gefunden. Übersichten beschreiben bislang vor allem Ergebnisse aus dem Labor: Eine Arbeit zu Cannabinoiden als antiviralen Substanzen (Sea et al. 2023) fasst solche Laborbefunde zusammen. Ein Review zu CBD und Viruserkrankungen (Mabou Tagne et al. 2020) fand zwei Originalarbeiten zu Hepatitis C und Kaposi-Sarkom. Um die Frage zu Herpes zu beantworten, halten die Autoren klinische Studien für nötig.

Kurz eingeordnet
  • Was bisher untersucht wurde: Zellkulturen und Mäuse, eine rückblickende Aktenauswertung und eine RCT mit 105 Erwachsenen bei Covid-19. Zu Herpes liegen Übersichten über Laborbefunde vor.
  • Was Studien zeigen: Im Labor hemmte CBD die Vermehrung von SARS-CoV-2 in Zellen und wurde in der RCT gut vertragen. Der Verlauf unterschied sich bei den 105 Personen jedoch nicht von Placebo.
  • Offene Fragen der Forschung: Gut geplante klinische Studien sollten die bisherigen Signale bei Covid-19 genauer prüfen und erstmals untersuchen, was sich bei Herpes am Menschen zeigt.

Was sagen CBD Studien zu Blutdruck und Bluthochdruck?

Evidenzstufe 3Die höchste Stufe bilden kleine kontrollierte Studien, meist mit gesunden Personen.

Studien zu CBD und Blutdruck
Studie Aufbau und Teilnehmende Ergebnis Offene Fragen
Jadoon et al. 2017 Randomisiert, doppelblind, Crossover; 9 gesunde Männer; einmalig 600 mg CBD oder Placebo In der Studie lag der systolische Ruhe-Blutdruck unter CBD 6 mmHg niedriger. Die Herzfrequenz stieg um 10 Schläge pro Minute. Untersucht wurden 9 Männer ohne Bluthochdruck nach einer Einzeldosis. Die Autoren halten weitere Forschung für nötig.
Roberts et al. 2026 Systematische Übersicht von 4 RCT mit zusammen 120 Teilnehmenden; 225 bis 600 mg pro Tag; Dauer von 2 Stunden bis 5 Wochen Alle vier Studien fanden niedrigere systolische Werte als unter Placebo, besonders unter Stress oder im Schlaf. Die Studien waren klein, kurz und sehr unterschiedlich, sodass sie sich nicht zusammenfassen ließen.
Kurz eingeordnet
  • Was bisher untersucht wurde: Vier kleine RCT und eine Crossover-Studie, überwiegend mit gesunden Erwachsenen und Dosen von 225 bis 600 mg.
  • Was Studien zeigen: Unter Studienbedingungen lag der systolische Blutdruck nach Einzel- oder Tagesdosen im Mittel etwas niedriger. In der Crossover-Studie stieg zugleich der Puls.
  • Offene Fragen der Forschung: Größere Studien sollten untersuchen, wie sich die Werte bei Menschen mit Bluthochdruck, über längere Zeit und bei niedrigeren Dosen entwickeln.

Was sagt die Forschung zu CBD und Herzmuskelentzündung?

Evidenzstufe 3Am weitesten reicht eine Phase-2-RCT; hinzu kommen Mausstudien.

In einer Arbeit von Lee et al. (2016) zeigten Mäuse mit autoimmuner Myokarditis nach CBD weniger Entzündung und Vernarbung; auch ihre Herzfunktion fiel besser aus. Seit 2026 gibt es mit ARCHER (McNamara et al.) zudem eine Phase-2-Studie am Menschen. 109 Personen mit akuter Myokarditis erhielten 12 Wochen lang CBD (bis 10 mg pro Kilogramm, zweimal täglich) oder Placebo. Unter CBD war die linksventrikuläre Muskelmasse geringer, und das Präparat schien sicher und gut verträglich. Bei den beiden Hauptmesswerten, dem extrazellulären Volumen des Herzmuskels im MRT und der Herzverformung, zeigte sich allerdings kein statistisch signifikanter Unterschied.

Kurz eingeordnet
  • Was bisher untersucht wurde: Ein Mausmodell der autoimmunen Myokarditis und eine Phase-2-RCT mit 109 Personen.
  • Was Studien zeigen: Bei Mäusen ging CBD mit weniger Entzündung und Vernarbung einher. In der RCT war die linksventrikuläre Muskelmasse geringer (P = 0,0117); bei den beiden Hauptmesswerten gab es keinen statistisch signifikanten Unterschied (P = 0,0538 bzw. P = 0,90).
  • Offene Fragen der Forschung: Größere Studien mit längeren Beobachtungszeiten sollten nun prüfen, wie belastbar diese Signale sind; auch die Autoren halten weitere Untersuchungen für gerechtfertigt.

Was sagt die Forschung zu CBD, Alzheimer und Neurodegeneration?

Evidenzstufe 1Zu CBD allein gibt es vor allem Zell- und Tierversuche; am Menschen erste kleine Studien mit THC-CBD-Kombinationen.

In Alzheimer-Tiermodellen beobachtete eine Meta-Analyse von Wu et al. (2025), dass CBD einzelne Marker der Neuroinflammation senkte (GFAP, IL-6, iNOS). Die klinischen Daten waren klein und uneinheitlich; ein möglicher Vorteil bei Verhaltenssymptomen lag genau an der Signifikanzgrenze (p = 0,05). Ein weiteres positives Signal stammt aus einer brasilianischen Phase-2-RCT von Cury et al. (2025): Über 26 Wochen wurde ein THC-CBD-Extrakt in sehr niedriger Dosis untersucht (0,350 mg THC, 0,245 mg CBD täglich). Am Ende lag der Mini-Mental-Status-Test höher als unter Placebo. Bei den Nebenwirkungen und übrigen Endpunkten gab es keinen Unterschied. Ob sich die Ergebnisse in größeren und längeren Studien bestätigen, muss noch geprüft werden.

Die Cochrane-Übersicht von 2021 zu Cannabinoiden bei Demenz umfasste vier RCT mit zusammen 126 Teilnehmenden, überwiegend mit Alzheimer. Untersucht wurden THC, Nabilon und Dronabinol, nicht CBD. Die Autoren konnten noch nicht sicher beurteilen, ob Cannabinoide bei Demenz nützen oder schaden; die Sicherheit der Evidenz bewerteten sie als niedrig bis sehr niedrig.

Kurz eingeordnet
  • Was bisher untersucht wurde: Alzheimer-Tiermodelle, eine Phase-2-RCT mit einem THC-CBD-Extrakt über 26 Wochen und eine Cochrane-Übersicht zu anderen Cannabinoiden. Für andere neurodegenerative Erkrankungen gibt es kaum Studien am Menschen.
  • Was Studien zeigen: In Tiermodellen veränderte CBD Marker der Neuroinflammation. In der Phase-2-RCT lag der Mini-Mental-Status-Test unter dem Extrakt am Ende höher als unter Placebo; bei den übrigen Endpunkten zeigte sich kein Unterschied.
  • Offene Fragen der Forschung: Größere und längere Studien sollten prüfen, ob sich diese Signale bestätigen und welche Rolle CBD allein dabei spielt.

Was sagen Studien zu CBD und Parkinson?

Evidenzstufe 3Am aussagekräftigsten sind kleine RCT, deren Ergebnisse unterschiedlich ausfallen.

Studien zu CBD und Parkinson
Studie Aufbau und Teilnehmende Ergebnis Offene Fragen
Liu et al. 2024 Randomisiert, Placebo; 61 Personen (CBD/THC-Extrakt: 31, Placebo: 30), 2 Wochen, bis 2,5 mg/kg täglich Der Motorik-Wert besserte sich in beiden Gruppen. Zwischen den Gruppen bestand jedoch kein signifikanter Unterschied (−1,80; Konfidenzintervall −5,88 bis 2,27). Bei Schlaf, Kognition und Alltagsfunktion schnitt Placebo besser ab. Die Dauer war kurz, die Placebo-Reaktion stark. Die Autoren schlagen längere, hochwertige Studien vor, die auch die Cannabinoid-Konzentrationen im Blut messen.
Mitarnun et al. 2025 Randomisiert, doppelblind; 60 Personen, 51 in der Auswertung, 12 Wochen, im Mittel 26 mg CBD täglich (sublingual, mit wenig THC) In einer Unterskala zum Benennen schnitt CBD besser ab, schwere Nebenwirkungen traten nicht auf. Beim Hauptziel, dem verzögerten Abruf im Gedächtnistest, zeigte sich kein Unterschied. Neun Personen brachen die Studie ab; bei 17 Personen war CBD im Blut nachweisbar. Die Autoren schlagen höhere Dosen und gezieltere Tests vor.

Eine systematische Übersicht von Varshney et al. (2023) über 13 klinische Studien beschreibt bei Cannabis, CBD und Nabilon teilweise Verbesserungen von Symptomen. Große RCT sollen nun genauer klären, wie der mögliche Nutzen einzuschätzen ist.

Kurz eingeordnet
  • Was bisher untersucht wurde: Zwei kleine RCT mit 61 und 60 Personen sowie eine Übersicht über 13 klinische Studien.
  • Was Studien zeigen: Die Übersicht beschreibt teilweise Verbesserungen einzelner Symptome und meist geringe Nebenwirkungen. In beiden RCT unterschied sich der jeweilige Hauptmesswert jedoch nicht von Placebo.
  • Offene Fragen der Forschung: Als Nächstes sollten höhere Dosen, längere Beobachtungszeiten und größere Gruppen untersucht werden.

Was ist zu CBD und Epilepsie bekannt?

Evidenzstufe 5Für bestimmte seltene Epilepsieformen gibt es mehrere placebokontrollierte Studien mit gereinigtem CBD.

Bei bestimmten Epilepsieformen gehört CBD zu den besonders gründlich untersuchten Bereichen. Eine Übersichtsarbeit für Neurologinnen und Neurologen (Arzimanoglou et al. 2020) stuft die Evidenz für gereinigtes CBD beim Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom als Klasse I ein. Diese Einordnung beruht auf placebokontrollierten RCT. Dabei erhielten die Teilnehmenden zusätzlich zu ihrer bestehenden Behandlung ein Arzneimittel mit CBD.

In der Studie von Thiele et al. (2018) erhielten 171 Personen mit Lennox-Gastaut-Syndrom 14 Wochen lang 20 mg/kg CBD (86) oder Placebo (85). Die Sturzanfälle gingen unter CBD um 43,9 % zurück, unter Placebo um 21,8 %. Beim Dravet-Syndrom (Devinsky et al. 2017, 120 Kinder und junge Erwachsene) sank die Zahl der Krampfanfälle pro Monat von 12,4 auf 5,9, unter Placebo von 14,9 auf 14,1. In der Studie von Thiele et al. traten unerwünschte Ereignisse bei 86 % gegenüber 69 % auf; Studienabbrüche aus diesem Grund gab es bei 14 % gegenüber 1 %.

Kurz eingeordnet
  • Was bisher untersucht wurde: Placebokontrollierte Studien beim Lennox-Gastaut- und beim Dravet-Syndrom.
  • Was Studien zeigen: Unter CBD gingen die Anfälle in den Studien stärker zurück als unter Placebo. Zugleich traten Nebenwirkungen und dadurch bedingte Studienabbrüche unter CBD häufiger auf.
  • Offene Fragen der Forschung: Größere Studien sollten klären, ob und wie sich die Ergebnisse auf andere Epilepsieformen übertragen lassen. Änderungen an Anfallsmedikamenten gehören in ärztliche Hand.

Was sagt die Forschung zu CBD und Krebs?

Evidenzstufe 1Zu möglichen Effekten auf Tumoren gibt es Zell- und Tierversuche; zur Symptomlast beim Menschen eine RCT (Stufe 3).

In Laborarbeiten löste CBD bei Krebszelllinien den Zelltod aus, etwa bei Brustkrebszellen (Shrivastava et al. 2011). In Zellen und Mäusen bremste es zudem die Neubildung von Gefäßen (Solinas et al. 2012). Eine Auswertung von 83 Studien an menschlichen Krebszelllinien (Valenti et al. 2022) kam je nach Konzentration zu unterschiedlichen Ergebnissen. Was in Zellen im Reagenzglas geschieht, lässt allerdings noch keinen Schluss auf einen Effekt im menschlichen Körper zu.

Beim Menschen wurde bisher untersucht, ob CBD Beschwerden bei fortgeschrittener Krebserkrankung verändert. In der MedCan1-CBD-Studie (Hardy et al. 2023) erhielten 144 Personen in der Palliativversorgung 28 Tage lang CBD-Öl (im Mittel 400 mg pro Tag) oder Placebo. Beide Gruppen berichteten im Verlauf über weniger Beschwerden; bei der Symptombelastung zeigte sich jedoch kein Unterschied (P = 0,24). Die Autoren sahen daher keinen zusätzlichen Nutzen.

Das US-amerikanische National Cancer Institute weist darauf hin, dass CBD Enzyme (CYP450) hemmen kann, die Krebsmedikamente abbauen. Dadurch sind Wechselwirkungen möglich.

Kurz eingeordnet
  • Was bisher untersucht wurde: Krebszelllinien, Mausmodelle und eine RCT mit 144 Personen in der Palliativversorgung.
  • Was Studien zeigen: Im Reagenzglas und im Tierversuch zeigten sich Veränderungen am Verhalten von Tumorzellen. In der RCT berichteten beide Gruppen über weniger Beschwerden, die Symptombelastung unterschied sich jedoch nicht von Placebo.
  • Offene Fragen der Forschung: Klinische Studien müssen noch klären, ob CBD beim Menschen einen Einfluss auf Tumoren hat. Wer eine Krebstherapie erhält, bespricht jede zusätzliche Einnahme mit dem Behandlungsteam.

Was sagen Studien zu CBD bei Sucht und Entzug?

Evidenzstufe 3Höchste Stufe: Kleine kontrollierte Studien und Pilotstudien liefern erste Signale.

Studien zu CBD bei Abhängigkeit
Studie Aufbau und Teilnehmende Ergebnis Offene Fragen
Morgan et al. 2013 Doppelblinde Pilotstudie; 24 Raucher, CBD-Inhalator (12) oder Placebo (12), eine Woche, bei Rauchdrang Unter CBD wurden etwa 40 % weniger Zigaretten geraucht, unter Placebo zeigte sich keine Veränderung. Die Gruppe war sehr klein, die Untersuchung dauerte eine Woche; die Autoren bezeichnen die Ergebnisse als vorläufig.
Freeman et al. 2020 Phase-2a-RCT bei Cannabisabhängigkeit; 82 Teilnehmende; 200, 400 oder 800 mg CBD oder Placebo, 4 Wochen, plus kurze psychologische Intervention Bei 400 mg sank der THC-Abbauwert im Urin; zudem gab es 0,48 abstinente Tage mehr pro Woche als unter Placebo. Die 200-mg-Gruppe wurde nach einer Zwischenauswertung beendet, weil sie keinen ausreichenden Effekt zeigte. Die Gruppen waren klein. In Phase 2 sollte die Studie zunächst geeignete Dosen ermitteln.
Hurd et al. 2019 Explorative RCT mit abstinenten Menschen mit Heroinabhängigkeit; 400 oder 800 mg CBD an 3 Tagen Die Teilnehmenden berichteten von weniger durch Drogenreize ausgelöstem Verlangen und weniger Angst als unter Placebo, auch 7 Tage später. Die Beobachtung war kurz und explorativ. Gemessen wurde das Verlangen im Labor, nicht die Zahl der Rückfälle.

Die Meta-Analyse von Wilson et al. (2026) fand ebenfalls ein positives Signal: Eine Kombination aus CBD und THC verringerte Entzugssymptome bei Cannabisabhängigkeit. Die Qualität der Belege sei jedoch überwiegend niedrig. Für Opioidabhängigkeit zeigte sich kein signifikanter Effekt von Cannabinoiden, zu Tabak lagen zu wenig Daten vor.

Kurz eingeordnet
  • Was bisher untersucht wurde: Pilotstudien bei Tabak, eine Phase-2-RCT bei Cannabisabhängigkeit, eine explorative RCT bei Heroinabhängigkeit und eine Meta-Analyse.
  • Was Studien zeigen: Erste kleine Studien berichten von weniger Zigaretten, weniger Verlangen unter Drogenreizen und mehr abstinenten Tagen. Die Meta-Analyse beschreibt bei Cannabisabhängigkeit weniger Entzugssymptome für die Kombination aus CBD und THC; die Belege sind überwiegend von niedriger Qualität.
  • Offene Fragen der Forschung: Größere und längere Studien sollten klären, ob sich Rückfälle und der langfristige Konsum beeinflussen lassen. Entzug und Suchttherapie gehören in professionelle Hände.

Wurde CBD bei Hämorrhoiden und chronischen Krankheiten untersucht?

Evidenzstufe 2Eine Sammelfrage mit sehr unterschiedlichem Forschungsstand. Zu Hämorrhoiden haben wir keine Studie am Menschen gefunden.

Für welche Krankheiten wurde CBD bereits untersucht? Einen breiten Überblick bietet ein Umbrella-Review im BMJ (Solmi et al. 2023), der Cannabinoide bei vielen Erkrankungen bewertete. Bei CBD im Vergleich zu Placebo ist die Verringerung von Krampfanfällen bei Epilepsie der Bereich mit hoher Sicherheit der Evidenz. Zugleich wurden mehr Lungenentzündungen, Magen-Darm-Beschwerden und Schläfrigkeit berichtet.

Zu Hämorrhoiden haben wir bei unserer Recherche in PubMed am 30.09.2026 keine Studie am Menschen zu CBD gefunden. „Chronische Erkrankungen“ ist allerdings ein sehr weiter Begriff: Jede Krankheit hat eigene Ursachen und nimmt ihren eigenen Verlauf. Was sich zu CBD sagen lässt, zeigt sich daher am ehesten in den Studien zu den einzelnen Erkrankungen, die in den Abschnitten oben vorgestellt werden.

Kurz eingeordnet
  • Was bisher untersucht wurde: Breite Übersichtsarbeiten zu vielen Erkrankungen sowie einzelne Studien zu den oben genannten Themen.
  • Was Studien zeigen: Am besten belegt ist die Verringerung von Krampfanfällen bei bestimmten Epilepsien. Zu vielen weiteren Erkrankungen gibt es erste Studien, deren Ergebnisse noch genauer geprüft werden müssen.
  • Offene Fragen der Forschung: Für Hämorrhoiden und viele chronische Erkrankungen fehlen bisher Studien am Menschen. Künftige Forschung sollte klären, welche Rolle CBD dabei spielen könnte.

Woran erkennst du eine belastbare Studienaussage?

Zellen oder Menschen?

Ein Ergebnis aus dem Labor bedeutet noch nicht, dass sich derselbe Befund auch beim Menschen zeigt.

CBD oder Cannabis?

Viele Studien untersuchen THC-haltige Extrakte oder Kombinationen. Ihre Ergebnisse lassen sich deshalb nicht CBD allein zuschreiben.

Kontrollgruppe?

Erst der Vergleich mit Placebo macht es möglich, Behandlungseffekt und Erwartungseffekt voneinander zu trennen. Das veranschaulicht die Studie von Spinella et al.

Wie viele Teilnehmende, wie lange?

Studien mit unter 50 Personen und einer Dauer von wenigen Wochen können erste Hinweise liefern, müssen aber größer und länger angelegt bestätigt werden.

Welche Dosis, welche Zubereitung?

Nicht jede Studie verwendet dieselbe Dosis oder Darreichungsform; auch die Dauer variiert. Die Methodik zeigt, worauf sich das jeweilige Ergebnis bezieht.

Ist die Quelle prüfbar?

Eine gute Studienaussage nennt die zugehörige Quelle. Die Links in diesem Artikel führen zu den Originalen.

Quellen

Alle Links wurden am 30.09.2026 abgerufen. Bei den Studien haben wir Zusammenfassung (Abstract) und Angaben in PubMed geprüft, nicht jeden Volltext. Zahlen stammen aus diesen Angaben.

  1. National Cancer Institute: Cannabis and Cannabinoids (PDQ) – https://www.cancer.gov/about-cancer/treatment/cam/hp/cannabis-pdq
  2. Carlini et al. (1981): Hypnotic and antiepileptic effects of cannabidiol Journal of clinical pharmacology. PubMed 7028792 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7028792/
  3. Zuardi et al. (1993): Effect of cannabidiol on plasma prolactin, growth hormone and cortisol in human volunteers Brazilian journal of medical and biological research = Revista brasileira de pesquisas medicas e biologicas. PubMed 8257923 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8257923/
  4. Bergamaschi et al. (2011): Cannabidiol reduces the anxiety induced by simulated public speaking in treatment-naïve social phobia patients Neuropsychopharmacology : official publication of the American College of Neuropsychopharmacology. PubMed 21307846 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21307846/
  5. Shrivastava et al. (2011): Cannabidiol induces programmed cell death in breast cancer cells by coordinating the cross-talk between apoptosis and autophagy Molecular cancer therapeutics. PubMed 21566064 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21566064/
  6. Solinas et al. (2012): Cannabidiol inhibits angiogenesis by multiple mechanisms British journal of pharmacology. PubMed 22624859 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22624859/
  7. Morgan et al. (2013): Cannabidiol reduces cigarette consumption in tobacco smokers: preliminary findings Addictive behaviors. PubMed 23685330 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23685330/
  8. Burstein (2015): Cannabidiol (CBD) and its analogs: a review of their effects on inflammation Bioorganic & medicinal chemistry. PubMed 25703248 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25703248/
  9. Lee et al. (2016): Cannabidiol Limits T Cell-Mediated Chronic Autoimmune Myocarditis: Implications to Autoimmune Disorders and Organ Transplantation Molecular medicine (Cambridge, Mass.). PubMed 26772776 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26772776/
  10. Devinsky et al. (2017): Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome The New England journal of medicine. PubMed 28538134 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28538134/
  11. Jadoon et al. (2017): A single dose of cannabidiol reduces blood pressure in healthy volunteers in a randomized crossover study JCI insight. PubMed 28614793 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28614793/
  12. Thiele et al. (2018): Cannabidiol in patients with seizures associated with Lennox-Gastaut syndrome (GWPCARE4): a randomised, double-blind, placebo-controlled phase 3 trial Lancet (London, England). PubMed 29395273 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29395273/
  13. Cuttler et al. (2018): A naturalistic examination of the perceived effects of cannabis on negative affect Journal of affective disorders. PubMed 29656267 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29656267/
  14. Shannon et al. (2019): Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series The Permanente journal. PubMed 30624194 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30624194/
  15. Hurd et al. (2019): Cannabidiol for the Reduction of Cue-Induced Craving and Anxiety in Drug-Abstinent Individuals With Heroin Use Disorder: A Double-Blind Randomized Placebo-Controlled Trial The American journal of psychiatry. PubMed 31109198 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31109198/
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