Hanfsamenöl - Wirkung, Anwendung und mehr

Hanfsamenöl - Wirkung, Anwendung und mehr
Hanfsamenöl: Wirkung, Anwendung und Unterschied zu CBD-Öl
Ernährung & Pflege Aktualisiert am 6. August 2026 · 9 Min. Lesezeit

Hanfsamenöl ist ein reines Pflanzenöl aus den Samen des Nutzhanfs – reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, aber frei von CBD und THC. Viele verwechseln es mit CBD-Öl. Hier kommt die Klärung: was drin ist, wie man es verwendet und worauf du beim Kauf achten solltest.

80 %
mehrfach ungesättigte Fettsäuren im Hanfsamenöl
3:1
Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis, als ideal für die Ernährung gilt
55 %
Linolsäure (Omega-6) als Hauptfettsäure
165 °C
Rauchpunkt von kaltgepresstem Hanfsamenöl

Das Wichtigste in Kürze

Hanfsamenöl wird aus den Samen des Nutzhanfs (Cannabis sativa L.) gepresst. Es ist ein reines Speiseöl – vergleichbar mit Leinöl oder Walnussöl – und enthält keine nennenswerten Mengen an Cannabinoiden wie CBD oder THC. Dafür ist es reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren: rund 80 Prozent des Öls bestehen aus PUFA, darunter Linolsäure (Omega-6) und Alpha-Linolensäure (Omega-3) in einem Verhältnis von etwa 3:1, das Ernährungsexperten als ideal für die menschliche Ernährung einstufen.

Das ist der entscheidende Punkt: Hanfsamenöl ist kein CBD-Öl. CBD-Öl wird aus den Blüten und Blättern der Hanfpflanze gewonnen und enthält Cannabinoide. Hanfsamenöl wird aus den Samen gepresst und ist ein Nahrungsmittel. Mehr dazu im Artikel Was ist CBD?

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Speiseöl, kein Cannabinoid-Präparat

Hanfsamenöl enthält keine psychoaktiven oder medizinisch wirksamen Cannabinoide in nennenswerten Mengen. Es ist ein hochwertiges Pflanzenöl für die Küche und Hautpflege – nicht mehr und nicht weniger. Wer CBD möchte, muss gezielt nach CBD-Öl greifen.

Was ist Hanfsamenöl?

Hanfsamenöl (auch Hanföl genannt) ist ein Pflanzenöl, das durch Kaltpressung der Samen von Nutzhanf (Cannabis sativa L.) gewonnen wird. Die Samen selbst enthalten etwa 30 bis 35 Prozent Öl. Nutzhanf ist eine Varietät der Hanfpflanze, die für industrielle Zwecke angebaut wird – also für Fasern, Samen und Öl, nicht für den Konsum von Cannabinoiden. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ist in Deutschland für die Anbauanzeige und THC-Kontrollen beim Nutzhanfanbau zuständig. Nur Sorten mit einem THC-Gehalt unter dem gesetzlichen Grenzwert dürfen angebaut werden.

Die Samen des Nutzhanfs sind nährstoffreich. Eine Review-Studie aus dem Jahr 2023, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Frontiers in Nutrition, beschreibt Hanfsamen als außergewöhnlich nahrhaft: Sie sind reich an gesunden Fetten, hochwertigem Protein und mehreren Mineralien, wie in der Publikation von Montero et al. (2023) dargelegt. Die Autoren heben besonders den hohen Gehalt an Linolsäure, Alpha-Linolensäure und Gamma-Linolensäure hervor – drei mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für die menschliche Ernährung essenziell sind.

Bei der Kaltpressung werden die Samen ohne zusätzliche Wärme ausgepresst. Das schont die empfindlichen Fettsäuren und erhält den nussigen Geschmack. Das Ergebnis ist ein grünlich-goldenes Öl, das roh als Speiseöl verwendet wird. Raffiniertes Hanfsamenöl hat einen höheren Rauchpunkt, verliert aber durch die Raffination einen Teil der Nährstoffe.

Nährwerte und Fettsäureprofil

Das Fettsäureprofil ist das stärkste Argument für Hanfsamenöl. Rund 80 Prozent der Fettsäuren sind mehrfach ungesättigt (PUFA) – ein Anteil, der unter den gängigen Speiseölen nur von Leinöl übertroffen wird. Die dominierende Fettsäure ist Linolsäure (Omega-6) mit etwa 55 Prozent, gefolgt von Alpha-Linolensäure (Omega-3) mit etwa 17 Prozent. Beide sind essenzielle Fettsäuren – der Körper kann sie nicht selbst herstellen und muss sie über die Nahrung aufnehmen.

Das Omega-6-zu-Omega-3-Verhältnis liegt bei etwa 3:1. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt ein Verhältnis von höchstens 5:1, ideal sind Werte um 3:1. Die durchschnittliche westliche Ernährung liegt oft bei 10:1 oder schlechter – viel Omega-6 aus Pflanzenölen und verarbeiteten Lebensmitteln, zu wenig Omega-3 aus Fisch, Leinöl oder Walnüssen. Hanfsamenöl kann helfen, dieses Ungleichgewicht zu korrigieren.

Fettsäureprofil von Hanfsamenöl (typische Werte)
Linolsäure (Omega-6)~55 %
Alpha-Linolensäure (Omega-3)~17 %
Ölsäure (Omega-9)~12 %
Palmitinsäure (gesättigt)~6 %
Gamma-Linolensäure (GLA)~3 %
Stearinsäure (gesättigt)~3 %

Gamma-Linolensäure (GLA)

Eine Besonderheit von Hanfsamenöl ist der Gehalt an Gamma-Linolensäure (GLA), einer Omega-6-Fettsäure, die in den meisten anderen Speiseölen praktisch fehlt. GLA kommt ansonsten in Nachtkerzenöl, Borretschsamenöl und Schwarzkernsamöl vor. Der Anteil in Hanfsamenöl liegt typischerweise zwischen 0,5 und 4,5 Prozent. Die Review von Montero et al. bestätigt GLA als eine der drei wichtigsten mehrfach ungesättigten Fettsäuren in Hanfsamen.

Vitamin E und weitere Inhaltsstoffe

Hanfsamenöl enthält Vitamin E, genauer gesagt Tocopherole, die als natürliche Antioxidantien wirken und die empfindlichen mehrfach ungesättigten Fettsäuren vor Oxidation schützen. Der Hauptanteil entfällt auf Gamma-Tocopherol, mit Gesamtgehalten von etwa 80 mg pro 100 g Öl. Zudem enthält Hanfsamenöl Phytosterine wie Beta-Sitosterol, die ebenfalls antioxidative Eigenschaften haben.

Nährwerte pro 100 ml

  • Brennwert: ca. 882 kcal / 3.690 kJ
  • Fett: ca. 97 g (davon gesättigt ca. 9 g, einfach ungesättigt ca. 8 g, mehrfach ungesättigt ca. 75 g)
  • Vitamin E (Tocopherole): ca. 80 mg
  • Cholesterin: 0 mg (pflanzlich)

Hanfsamenöl in der Küche

In der Küche ist Hanfsamenöl ein Würzöl, kein Bratöl. Der Rauchpunkt von kaltgepresstem Hanfsamenöl liegt bei etwa 165 °C – deutlich niedriger als bei raffiniertem Rapsöl (ca. 204 °C) oder Sonnenblumenöl (ca. 232 °C). Beim Erhitzen über den Rauchpunkt hinaus zersetzen sich die wertvollen Fettsäuren, und es können gesundheitsschädliche Verbindungen entstehen. Frittieren oder scharfes Anbraten ist also tabu.

Stattdessen entfaltet Hanfsamenöl seine Stärken roh: als Finish für Salate, über Suppen gestreut, in Dressings oder Dips. Der Geschmack ist nussig und leicht grasig, ähnlich wie Walnussöl, aber milder. Ein bis zwei Esslöffel pro Tag genügen, um von den Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zu profitieren.

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Nicht zum Braten geeignet

Bei Temperaturen über 165 °C beginnt das Öl zu rauchen und die Fettsäuren oxidieren. Verwende Hanfsamenöl immer kalt oder lauwarm – zum Beispiel als Zugabe zu fertigen Gerichten. Zum Braten eignen sich Rapsöl oder hitzebeständiges Olivenöl besser.

Praktische Verwendungsideen

  • Salatdressing: Hanfsamenöl mit Apfelessig, Senf und etwas Honig verrühren.
  • Über Suppen: Ein Löffel über die fertige Kürbis- oder Tomatensuppe gibt Nährstoffe und Geschmack.
  • Aufs Brot: Statt Butter dünn auftragen, mit etwas Salz und Pfeffer.
  • In Smoothies: Ein Teelöffel liefert Omega-3 und Omega-6 ohne Geschmacksveränderung.
  • Pesto: Halb Hanfsamenöl, halb Olivenöl mit Basilikum, Knoblauch und Parmesan.

Hanfsamenöl für die Haut

Hanfsamenöl wird auch in der Kosmetik verwendet. Die Zusammensetzung der Fettsäuren ähnelt dem Lipidfilm der menschlichen Haut, wodurch es gut aufgenommen wird und nicht fettet. Linolsäure stärkt die Barrierefunktion der Haut und hilft, Feuchtigkeit zu halten. GLA wird mit entzündungshemmenden Eigenschaften in Verbindung gebracht, was besonders bei trockener oder gereizter Haut relevant sein kann.

In Pflegeprodukten findet sich Hanfsamenöl in Cremes, Lotionen, Seifen und Lippenbalsam. Für die direkte Anwendung kann reines, kaltgepresstes Hanfsamenöl als Pflegeöl verwendet werden – einige Tropfen auf die feuchte Haut massiert. Es zieht schnell ein und hinterlässt kein klebriges Gefühl.

Pflege-Tipp

Hanfsamenöl eignet sich als Trägeröl für die Hautpflege. Wer CBD-haltige Hautpflege möchte, kann CBD-Extrakt in Hanfsamenöl lösen – so kombiniert man die pflegenden Eigenschaften des Öls mit dem Cannabinoid. Reines Hanfsamenöl allein enthält jedoch kein CBD.

Hanfsamenöl vs. CBD-Öl – der große Unterschied

Die Verwechslung von Hanfsamenöl und CBD-Öl ist einer der häufigsten Irrtümer im Bereich Hanfprodukte. Beide stammen aus derselben Pflanze, sind aber grundverschiedene Produkte mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen und Verwendungszwecken.

Hanfsamenöl wird aus den Samen gepresst. Samen enthalten so gut wie keine Cannabinoide – die Review von Montero et al. bestätigt, dass nur Spuren von THC und CBD in den Samen nachweisbar sind, die für den Verzehr irrelevant sind. Hanfsamenöl ist ein reines Speiseöl.

CBD-Öl wird aus den Blüten und Blättern der Hanfpflanze gewonnen. Diese Pflanzenteile enthalten Cannabinoide wie CBD (Cannabidiol). Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft CBD in reinem Zustand als nicht abhängig machend ein und sieht kein Missbrauchspotenzial. CBD-Öl ist kein Speiseöl, sondern ein Extrakt mit Cannabinoiden, der als Nahrungsergänzungsmittel oder in der Kosmetik verwendet wird.

Eigenschaft Hanfsamenöl CBD-Öl
Pflanzenteil Samen der Hanfpflanze Blüten und Blätter der Hanfpflanze
CBD-Gehalt Keiner (nur Spuren, irrelevant) Speiseöl Definierter CBD-Gehalt (z. B. 5 %, 10 %, 20 %)
THC-Gehalt Keiner (nur Spuren) Unter 0,2 % (legaler Grenzwert)
Hauptinhaltsstoffe Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Vitamin E Cannabidiol und andere Cannabinoide, Terpene
Verwendung Speiseöl, Pflegeöl Nahrungsergänzungsmittel, Extrakt
Wirkung Nährstofflieferant (Fettsäuren) Wirkt über das Endocannabinoid-System
Geschmack Nussig, grasig Je nach Produkt: herb, erdig oder aromatisiert
Preis Günstig (vergleichbar mit Olivenöl) Teurer (Extraktion aufwendig)

Ein rechtlicher Hinweis: In der EU fallen CBD-haltige Lebensmittel unter die Novel-Food-Verordnung. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) definiert Novel Foods als Lebensmittel, die vor Mai 1997 in der EU nicht in nennenswerten Mengen konsumiert wurden. Synthetisches CBD fällt ausdrücklich in diese Kategorie. Hanfsamenöl hingegen gilt als etabliertes Lebensmittel und unterliegt nicht der Novel-Food-Regelung.

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Wie erkenne ich den Unterschied beim Kauf?

Achte auf die Bezeichnung: Steht „Hanfsamenöl“ oder „Hemp Seed Oil“ auf dem Etikett, ist es das Speiseöl. Steht „CBD-Öl“ mit einer Prozentangabe (z. B. 10 %), handelt es sich um den Cannabinoid-Extrakt. Die Preisdifferenz ist ebenfalls ein Indikator: Hanfsamenöl kostet wenige Euro pro 100 ml, CBD-Öl liegt deutlich höher.

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SWISS FX führt CBD-Produkte – kein reines Hanfsamenöl. Wenn du CBD gezielt einnehmen möchtest, sind diese Produkte die richtige Wahl. Alle Produkte werden in der Schweiz nach Bio-Richtlinien angebaut und von unabhängigen Laboren auf Reinheit geprüft.

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Hanfsamenöl in CBD-Produkten

Hanfsamenöl wird häufig als Trägeröl in CBD-Produkten verwendet – also als Basis, in der der CBD-Extrakt gelöst ist. Das bedeutet: In einem CBD-Öl können beide Inhaltsstoffe enthalten sein. Aber die Wirkung kommt vom CBD, nicht vom Hanfsamenöl. Das Hanfsamenöl liefert nur die Basis.

Praxis-Tipps: Kauf und Lagerung

Hanfsamenöl ist ein empfindliches Öl. Die hohe Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren macht es anfällig für Oxidation – es kann ranzig werden, wenn es falsch gelagert wird. Mit diesen Tipps bekommst du das Maximum aus deinem Öl:

  • Kaltgepresst wählen

    Achte auf „kaltgepresst“ oder „cold pressed“ auf dem Etikett. Kaltgepresstes Öl behält die Fettsäuren und das Vitamin E. Raffiniertes Hanfsamenöl hat zwar einen höheren Rauchpunkt, ist aber nährstoffärmer.

  • Auf Bio-Qualität achten

    Bio-Hanfsamenöl kommt aus kontrolliertem Anbau ohne Pestizide. Da Hanf eine Pflanze ist, die Schadstoffe aus dem Boden aufnimmt, ist die Anbauqualität besonders wichtig.

  • Kühl und dunkel lagern

    Stell das Öl nach dem Öffnen in den Kühlschrank oder an einen kühlen, lichtgeschützten Ort. Direkte Sonneneinstrahlung und Wärme beschleunigen die Oxidation. Eine dunkle Flasche bietet zusätzlichen Schutz.

  • Innerhalb von 3 bis 4 Monaten verbrauchen

    Nach dem Öffnen hält sich Hanfsamenöl etwa 3 bis 4 Monate, wenn es gekühlt gelagert wird. Riecht das Öl ranzig oder bitter, ist es überaltet und sollte entsorgt werden.

  • Kleinere Flaschen kaufen

    Wenn du nicht regelmäßig Hanfsamenöl verwendest, kaufe kleinere Flaschen (100 bis 250 ml). So verhinderst du, dass das Öl ranzig wird, bevor du es verbraucht hast.

Häufige Fragen

Enthält Hanfsamenöl CBD?

Nein, nicht in nennenswerten Mengen. Hanfsamenöl wird aus den Samen der Hanfpflanze gepresst, die praktisch keine Cannabinoide enthalten. Eine Review-Studie aus 2023 bestätigt, dass nur Spuren von CBD und THC in den Samen nachweisbar sind, die für den Verzehr irrelevant sind. Für CBD musst du gezielt CBD-Öl kaufen, das aus Blüten und Blättern gewonnen wird.

Macht Hanfsamenöl high?

Nein. Hanfsamenöl enthält keine psychoaktiven Cannabinoide. Der THC-Gehalt liegt bei null oder nur in homöopathischen Spuren. Es ist ein normales Speiseöl, das keine berauschende Wirkung hat. Du kannst es bedenkenlos in der Küche verwenden – auch für Kinder.

Kann man mit Hanfsamenöl braten?

Nur eingeschränkt. Der Rauchpunkt von kaltgepresstem Hanfsamenöl liegt bei etwa 165 °C, was für scharfes Anbraten oder Frittieren zu niedrig ist. Beim Überschreiten des Rauchpunkts zersetzen sich die wertvollen Fettsäuren. Verwende es stattdessen kalt – als Salatöl, Dressing oder über fertige Gerichte geträufelt.

Was ist der Unterschied zwischen Hanfsamenöl und CBD-Öl?

Hanfsamenöl wird aus den Samen der Hanfpflanze gepresst und ist ein reines Speiseöl mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, aber ohne Cannabinoide. CBD-Öl wird aus den Blüten und Blättern gewonnen und enthält den Wirkstoff Cannabidiol. Die WHO stuft CBD als nicht abhängig machend ein. Hanfsamenöl kostet wenige Euro, CBD-Öl ist deutlich teurer.

Wie viel Hanfsamenöl sollte man täglich konsumieren?

Ein bis zwei Esslöffel (ca. 15 bis 30 ml) pro Tag sind eine sinnvolle Menge, um von den Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zu profitieren. Hanfsamenöl ist kalorienreich (ca. 882 kcal pro 100 ml) und sollte wie jedes Öl in Maßen verwendet werden. Es ersetzt nicht, sondern ergänzt andere Öle in einer ausgewogenen Ernährung.

Ist Hanfsamenöl legal?

Ja, vollständig. Hanfsamenöl ist ein etabliertes Lebensmittel und unterliegt nicht der EU-Novel-Food-Verordnung, da es bereits vor 1997 in der EU konsumiert wurde. CBD-haltige Lebensmittel fallen hingegen unter Novel Food. Die BLE ist in Deutschland für den Anbau von Nutzhanf und die THC-Kontrollen zuständig.

Kann man Hanfsamenöl auf die Haut auftragen?

Ja. Hanfsamenöl wird wegen seiner Fettsäurezusammensetzung, die dem Lipidfilm der Haut ähnelt, in der Kosmetik verwendet. Es zieht schnell ein, fettet nicht und kann trockene Haut pflegen. Linolsäure stärkt die Hautbarriere. Reines, kaltgepresstes Hanfsamenöl lässt sich direkt als Pflegeöl verwenden oder als Trägeröl für CBD-Extrakte.

Wie erkenne ich hochwertiges Hanfsamenöl?

Achte auf die Bezeichnung „kaltgepresst“, Bio-Qualität und eine dunkle Flasche, die das Öl vor Licht schützt. Das Öl sollte grünlich-golden aussehen und nussig riechen. Steht „CBD“ mit einer Prozentangabe auf dem Etikett, ist es kein Hanfsamenöl, sondern CBD-Öl. Lagere es nach dem Öffnen gekühlt und verbrauche es innerhalb von 3 bis 4 Monaten.

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Hanfsamenöl ist ein Lebensmittel, kein Arzneimittel. CBD-Produkte sind keine Arzneimittel und nicht zur Behandlung von Krankheiten bestimmt. Bei Beschwerden, Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft oder Stillzeit konsultiere eine Fachperson.

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Christopher Ort

Christopher Ort

CBD-Experte und Autor

Beschäftigt sich seit Jahren mit Cannabissorten, Cannabinoiden und Terpenen – immer mit Blick auf das, was seriös belegt ist.

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Quellen
Inhaltlich geprüft am 6. August 2026. Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert, um neue Studien und Erkenntnisse zu berücksichtigen.