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Cannabisgesetz: Alle Informationen zur Cannabis Legalisierung in Deutschland

Ein Tisch voll mit Cannabis und eine Hand die einen Joint dreht
Cannabisgesetz, Cannabis Legalisierung
https://unsplash.com/@wesleygibbs

Am ersten April 2024 ist das Cannabisgesetz, kurz CanG, in Kraft getreten und hat damit Cannabis in Deutschland unter bestimmten Bedingungen legalisiert. In unserem Artikel findest du die wichtigsten Punkte des Gesetzes auf einen Blick. Wir gehen danach auch tiefer auf selbiges ein und klären alle wichtigen Fragen im Detail. So schauen wir uns an, warum Cannabis davor überhaupt verboten war, wie viel du davon jetzt besitzen und anbauen kannst und wo du es legal in Deutschland herbekommst. Aber wir beleuchten auch Fragen wie, nach wie vielen Joints du noch Autofahren darfst und wo genau man jetzt eigentlich in der Öffentlichkeit kiffen kann. Und natürlich erklären wir, welche Rolle CBD beim Cannabiskonsum spielt. 

Cannabisgesetz: Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Das Cannabisgesetz, kurz CanG, ist seit dem 1. April 2024 in Deutschland in Kraft.

  • Cannabis wurde als verbotene Substanz aus dem Betäubungsmittelgesetz gestrichen. Dort war es bis zum 1. April 2024 neben Heroin und anderen Drogen als verbotene Substanz gelistet.

  • In der Öffentlichkeit dürfen Erwachsene in Deutschland 25 Gramm Cannabis bei sich haben. Zu Hause ist der Besitz von bis zu 50 Gramm erlaubt.

  • Für den privaten Eigenanbau dürfen Erwachsene Cannabissamen aus EU-Mitgliedsstaaten einführen oder online bestellen. Außerdem ist es möglich, drei blühende weibliche Pflanzen zu Hause anzubauen, geschützt vor dem Zugriff von Kindern und Jugendlichen.

  • Der Konsum ist in der Öffentlichkeit, in der Nähe von Kitas und Schulen, verboten.
    Die Abgabe von Cannabis erfolgt in Deutschland über sogenannte Cannabis Clubs oder auch Social Clubs. Es ist eine Abgabe, da man das Cannabis nicht im klassischen Sinn kaufen kann. Der Anbau wird über Mitgliedsbeiträge finanziert.

  • Wenn du eine frühere Verurteilung wegen des Anbaus oder dem Besitz von Cannabis hast, kannst du diese jetzt aus dem Bundeszentralregister löschen lassen. Vorausgesetzt natürlich, der frühere Eintrag verstößt nicht gegen das neue Cannabisgesetz.

Wie ist das neue Cannabisgestz (CanG) zustande gekommen?

Aber fangen wir mal ganz von vorn an, mit der Frage, wie das neue Cannabisgesetz (CanG) überhaupt zustande gekommen ist. Denn dieses stand im Bundestag ganz schön in der Kritik und wurde sehr lange verhandelt. Aber nach intensiven politischen Debatten wurde dann über das Gesetz im Bundestag abgestimmt und selbiges wurde angenommen. Dabei haben laut dem Bundestag 404 der Abgeordneten dafür gestimmt, 226 haben dagegen gestimmt, bei 4 Enthaltungen und 102 Abgeordnete waren nicht beteiligt. Die meisten Gegenstimmen kamen aus der CDU/CSU und der AFD. Das neue Cannabisgesetz kann man auf jeden Fall als historischen Schritt bezeichnen, denn die Substanz war viele Jahre lang in Deutschland verboten, genauer gesagt seit dem 10. Dezember 1929. Aber warum eigentlich? Lies dazu mehr im nächsten Absatz. 

Warum war Cannabis überhaupt verboten?

Wie soeben beschrieben, wurde Cannabis am 10. Dezember 1929 im Rahmen des Opiumgesetzes in Deutschland verboten. Damals konnte man aber weiterhin unter bestimmten Voraussetzungen Cannabis in Apotheken kaufen. Cannabis gehört zu den der Familie der Hanfpflanzen und wurde hauptsächlich wegen des THC-Gehaltes verboten. THC steht für Tetrahydrocannabinol und dabei handelt es sich um den psychoaktiven Hauptbestandteil von Cannabis, der für die berühmten rauschartigen Zustände verantwortlich ist. THC gehört zur Familie der Cannabinoide und kommt vorwiegend in den weiblichen Cannabispflanzen vor. 


Es ist jedoch nicht das einzige Cannabinoid in den Pflanzen, es gibt noch viele andere Cannabinoide, darunter ist zum Beispiel auch Cannabidiol, kurz CBD. Diese hochwertige Substanz war bereits zuvor in Deutschland meistens in Form von CBD Öl erhältlich. Cannabidiol hat im Gegensatz zu THC keine psychoaktive Wirkung; es wird von Menschen genau deswegen und wegen seiner entspannenden Effekte auf den Körper sehr geschätzt. Auch CBD Öl für Hunde und allgemein für Tiere steht hoch im Kurs.


Die meisten Menschen konsumieren Marihuana, wobei es sich um getrocknete Blüten und Blätter der Cannabispflanze handelt oder Haschisch, welches aus dem Harz der Blütenstände gewonnen wird. Die beliebteste Konsumform ist das Rauchen eines Joints, das umgangssprachlich als Kiffen bezeichnet wird.

Eigenbedarf und Anbau: Wie viel Cannabis darf ich besitzen und selber anbauen?

Aber zurück zum neuen Cannabisgesetz (CANG), über das gerade im Bundestag abgestimmt wurde, mit einem positiven Ausgang. In diesem Absatz schauen wir uns an, wie viel Cannabis ein Erwachsener in Deutschland seit dem ersten April 2024 besitzen und anbauen darf.


Seit dem ersten April 2024 dürfen Erwachsene in Deutschland 25 Gramm Cannabis in der Öffentlichkeit und 50 Gramm zu Hause bei sich haben. Wenn es um den privaten Anbau geht, sind drei weibliche blühende Pflanzen pro erwachsener Person erlaubt. Außerdem ist es Personen ab 18 Jahren gestattet, Cannabissamen für den privaten Anbau aus EU-Mitgliedsstaaten einzuführen oder online zu bestellen.


Überschreitungen von 5 Gramm für die Unterwegs-Menge von 25 Gramm werden mit einer Ordnungswidrigkeit geahndet. Für die Menge von 50 Gramm, die zu Hause erlaubt ist, führt eine Überschreitung von 10 Gramm zu einer Ordnungswidrigkeit. Der Besitz von größeren Mengen kann dann schon mit einer Freiheitsstrafe oder einer Geldbuße geahndet werden.

Cannabis Clubs: Wie funktionieren sie?

  • Vielleicht möchtest du aber ja kein eigenes Cannabis anbauen und fragst dich nun, wie du an Gras kommst? Das funktioniert über nicht gewinnorientierte Anbauvereinigungen, die Cannabis Clubs genannt werden. Diese Cannabis Clubs sind deine einzige Möglichkeit, in Deutschland legal an Cannabis zu kommen und so funktionieren sie.

  • Der Anbau wird in den Anbauvereinigungen, auch Cannabis Clubs genannt, mit Mitgliedsbeiträgen finanziert. Einen Verkauf im klassischen Sinne gibt es also nicht.

  • Mitglieder der Cannabis Clubs müssen mindestens 18 Jahre alt sein und es sind pro Club maximal 500 Mitglieder erlaubt.

  • Mitglieder unter 21 Jahren bekommen maximal 30 Gramm Cannabis pro Monat. Während die Clubs an Mitglieder ab 21 Jahren 50 Gramm Cannabis pro Monat für den Eigengebrauch abgeben dürfen. Außerdem darf das abgegebene Cannabis einen THC-Gehalt von 10 Prozent nicht übersteigen.

  • Das Konsumieren von Cannabis in den Clubs ist verboten, genauso wie eine Mitgliedschaft in mehreren Vereinen.

  • Es ist zudem nicht erlaubt, Werbung für einen Cannabis Club zu machen. Und die Anbauvereinigungen müssen Jugendschutz-, Sucht- und Präventionsbeauftragte benennen und sich mindestens 100 Meter von Schulen und anderen Kinder- und Jugendeinrichtungen fernhalten.

Kiffen im Verkehr? Wie ist die Regelung beim Autofahren?

Wenn es um die Regelung von Cannabis im Straßenverkehr geht, musst du vorsichtig sein. Denn bis jetzt gilt ein absolutes Verbot von Cannabiskonsum beim Auto- oder Motorradfahren. Dies soll sich jedoch mit der Zeit ändern oder besser gesagt zeitnah ändern. Und wie?


Das Bundesverkehrsministerium hat die Aufgabe bekommen, einen Grenzwert für den Cannabis-Wirkstoff THC im Straßenverkehr vorzuschlagen. Es soll also eine ähnliche Regelung geben wie die 0,5-Promille-Grenze bei Alkohol. Informiere dich also regelmäßig und achte auf neue Nachrichten bezüglich des Themas. Und das bringt uns zu einem ähnlichen Thema, nämlich wo du in Zukunft ganz legal in der Öffentlichkeit Cannabis konsumieren kannst und wo nicht. Lies alle Informationen dazu im nächsten Absatz.

Kiffen in der Öffentlichkeit: Wo ist es erlaubt und wo nicht?

Hier wurde das neue Cannabisgesetz mit ein paar Regeln ausgestattet, die du beachten solltest. Zuerst mal ist das Kiffen in Fußgängerzonen zwischen 7 und 20 Uhr nicht gestattet. Und ebenfalls ist es laut CanG verboten, in einem Radius von 100 Metern von Schulen, Kindergärten, Kitas, Spielplätzen und öffentlichen Sportstätten Cannabis zu konsumieren. Um junge Menschen zusätzlich zu schützen, soll eine Kampagne der Bundesregierung auf die Gefahren des Cannabiskonsums für junge Menschen aufmerksam machen.

Was passiert mit früheren Verurteilungen und aktuellen Verfahren?

Wenn du eine frühere Verurteilung wegen Besitzes oder Eigenanbaus bis 25 Gramm oder maximal drei Pflanzen hast, kannst du einen Antrag an das Bundeszentralregister schicken, damit dein Eintrag gelöscht wird. Wenn du in ein laufendes Verfahren verwickelt bist, das unter dem neuen Cannabisgesetz keine Straftat mehr darstellt, wird dieses eingestellt.

Kommerzielle Cannabis Shops: Wird es sie in Deutschland geben?

So etwas wie Coffeeshops in Amsterdam wird es in Deutschland auf absehbare Zeit nicht geben. Aber dennoch plant die Bundesregierung, den kommerziellen Verkauf von Cannabis zu ermöglichen. Dieser Plan soll aber erst später und mit einem eigenen Gesetz in die Tat umgesetzt werden. Der Plan sieht vor, dass der Verkauf von Cannabis erst mal in Apotheken oder staatlich lizenzierten Geschäften in Modellregionen getestet wird. Es ist außerdem eine wissenschaftliche Begleitung des Projekts geplant und die Projekte sollen auf eine Laufzeit von fünf Jahren beschränkt sein. 

Wir hoffen sehr, dass euch der Artikel geholfen hat und ihr euch jetzt gut informiert fühlt. Wenn du Cannabis konsumieren möchtest, aber ohne den psychoaktiven Effekt von THC, dann schau dir gerne mal unsere CBD Produkte in unserem ausgezeichneten Shop an. Oder gleich hier unter diesem Artikel. 

Cannabis ohne den psychoaktiven Effekt von THC