Schlaf verstehen: Was gute Nächte ausmacht und was Studien zu CBD sagen

CBD Öl zum Schlafen

Stand: Oktober 2026 · Zuletzt aktualisiert: 01.10.2026 · Autor: Christopher Ort · Lesezeit: ca. 13 Minuten

Warum Schlaf und CBD viele Menschen interessieren

Manchmal ist der Körper müde, aber der Kopf noch mitten im Tag. Gedanken kreisen, das Einschlafen zieht sich hin oder die Nacht wird durch mehrere Wachphasen unterbrochen. Am Morgen bleibt dann das Gefühl, kaum zur Ruhe gekommen zu sein. Bevor einzelne Produkte ins Spiel kommen, lohnt sich deshalb ein ehrlicher Blick auf die Grundlagen: feste Zeiten, spätes Koffein, Licht, Bewegung und eine Abendroutine, die auch an vollen Tagen machbar bleibt.

CBD macht in diesem Zusammenhang viele Menschen neugierig. Einige Untersuchungen liefern interessante Anhaltspunkte, doch eine einfache Antwort gibt es bislang nicht. CBD allein lag bei mehreren Schlafmessungen nah an der Vergleichsgruppe. Andere Untersuchungen prüften Mischungen mit THC oder Terpenen, deren Ergebnisse sich nicht ohne Weiteres übertragen lassen. Dieser Guide ordnet die Unterschiede ein und zeigt, was du im Alltag selbst beobachten kannst.

Wenn Schlafprobleme anhalten oder den Alltag deutlich beeinträchtigen, sollten sie fachlich abgeklärt werden. Mehr Forschung findest du unter CBD-Studien · Schlaf.

Warum ist guter Schlaf so wichtig?

Schlaf ist keine bloße Pause. Körper und Gehirn durchlaufen mehrmals pro Nacht verschiedene Phasen, die sich bei Gehirnaktivität, Muskelspannung und Augenbewegungen unterscheiden.

Wie sehr eine unruhige Nacht nachwirkt, merken viele schon beim ersten Kaffee: Die Konzentration lässt schneller nach, die Stimmung wird empfindlicher und einfache Aufgaben kosten plötzlich mehr Kraft. Trotzdem muss eine erholsame Nacht nicht völlig ohne Unterbrechung verlaufen. Kurze Wachmomente gehören dazu und werden häufig am Morgen gar nicht erinnert.

Um Schlaf einzuschätzen, schauen Fachleute unter anderem darauf, wie lange das Einschlafen dauert, wie viel Zeit jemand nach dem Einschlafen länger wach liegt und welcher Anteil der Bettzeit tatsächlich schlafend verbracht wird. Eine Uhr oder App kann dafür einzelne Werte liefern. Ebenso wichtig bleibt jedoch, wie erholt du dich morgens fühlst und ob Müdigkeit deinen Tag spürbar einschränkt.

Schlechte Nächte haben selten nur einen Grund. Arbeitszeiten, Licht, Lärm, körperliches Unwohlsein und kreisende Gedanken können sich gegenseitig verstärken. Deshalb lohnt sich der Blick auf die ganze Situation. Ein einzelnes Produkt kann dieses Zusammenspiel nicht abbilden. Eine einfache Routine und ein wenig Geduld zeigen oft besser, welche Gewohnheiten den eigenen Rhythmus unterstützen.

Was verbessert Schlafhygiene und Durchschlafen?

Schlafhygiene klingt nüchterner, als sie ist. Gemeint sind Gewohnheiten und Bedingungen, die dem Körper einen verlässlichen Rhythmus geben. Im Alltag geht es nicht um einen perfekten Abend. Es geht darum, ein paar Dinge so zu gestalten, dass sie regelmäßig funktionieren – auch dann, wenn der Tag länger war als geplant.

So verändert sich der Schlaf im Lauf der Nacht

Die Anteile zeigen vereinfacht, wie sich eine typische Nacht bei Erwachsenen zusammensetzen kann. Sie schwanken von Mensch zu Mensch und auch von Nacht zu Nacht.

In dieser kurzen Übergangsphase wirst du noch leicht wach.
Diese Phase nimmt meist den größten Teil der Nacht ein.
Im Tiefschlaf bist du schwerer zu wecken und der Körper kommt besonders weit zur Ruhe.
In dieser Phase wird häufig lebhaft geträumt. Sie spielt für Gedächtnis und emotionale Verarbeitung eine wichtige Rolle.
Typische Anteile der Schlafstadien
Stadium Anteil (ca.) Was in dieser Phase geschieht
N1 ~5 % Du gleitest in den Schlaf und wirst noch leicht wach.
N2 ~45–55 % Diese Phase macht meist den größten Teil der Nacht aus.
N3 ~15–25 % Im Tiefschlaf bist du schwerer zu wecken.
REM ~20–25 % Hier treten häufig lebhafte Träume auf.

Als Grundlage dienen unter anderem Angaben zu Schlafkontinuität und Schlafqualität der National Sleep Foundation (PMID 28346153). Die Anteile sind gerundet und können individuell abweichen.

Ein guter Anfang: Such dir zunächst zwei oder drei Veränderungen aus, die wirklich zu deinem Alltag passen. Eine kleine Routine, die fast jeden Abend gelingt, ist meist wertvoller als ein aufwendiger Plan, der nach wenigen Tagen wieder verschwindet.

  • Dem Tag einen Rhythmus geben: Eine möglichst regelmäßige Aufstehzeit ist oft der stabilste Anker. Am Wochenende darf es trotzdem etwas lockerer zugehen.
  • Licht passend einsetzen: Helles Tageslicht am Morgen unterstützt die innere Uhr. Am Abend macht eine ruhigere, weniger helle Umgebung den Übergang zur Nacht angenehmer.
  • Den Schlafplatz angenehm halten: Dunkel, ruhig und nicht zu warm sind gute Ausgangspunkte. Entscheidend ist, was sich für dich tatsächlich angenehm anfühlt.
  • Den Abend langsam ausklingen lassen: Eine vertraute Reihenfolge kann den Wechsel in die Nacht erleichtern – etwa Sachen für morgen bereitlegen, sich waschen, ein paar Seiten lesen und das Licht reduzieren.
  • Wachsein nicht erzwingen: Wer lange angespannt im Bett liegt, kann kurz aufstehen und bei gedämpftem Licht etwas Ruhiges tun. So wird das Bett weniger stark mit Grübeln verbunden.
  • Gedanken vor dem Zubettgehen notieren: Offene Aufgaben oder Sorgen aufzuschreiben, schafft manchmal den nötigen Abstand. Sie müssen dafür nicht verschwinden.
  • Auch den Tag mitdenken: Bewegung und ein klarer Wechsel zwischen aktiven und ruhigen Zeiten geben dem Tagesablauf Struktur.

Ein Schlaftagebuch ist oft hilfreicher als die Erinnerung an einzelne besonders schlechte Nächte. Notiere beispielsweise, wann du ins Bett gegangen bist, wie du die Nacht erlebt hast und wie fit du dich tagsüber gefühlt hast. Nach einigen Wochen lassen sich mögliche Muster leichter erkennen.

Bleiben Probleme beim Ein- oder Durchschlafen bestehen oder belasten sie den Alltag deutlich, ist fachlicher Rat sinnvoll. Die europäische Leitlinie nennt bei chronischer Insomnie zuerst die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie, kurz CBT-I. Dabei werden Wissen über Schlaf, Gewohnheiten, Gedanken und der Umgang mit nächtlichen Wachzeiten miteinander verbunden.

Was zeigen Studien zu CBD und Schlaf?

Die ehrliche kurze Antwort: Für CBD allein lässt sich bisher keine klare allgemeine Wirkung auf den Schlaf ableiten. Das macht einzelne Beobachtungen nicht wertlos. Die Untersuchungen sind jedoch sehr unterschiedlich. Teilgenommen haben gesunde Menschen oder Personen mit Insomnie, geprüft wurden einzelne Einnahmen oder mehrere Wochen. Manche Produkte enthielten neben CBD auch THC oder Terpene. Wer Ergebnisse einordnen möchte, muss diese Unterschiede mitlesen.

Wie sich die Forschung zu CBD und Schlaf entwickelt hat

Von frühen kleinen Versuchen bis zu neueren Untersuchungen: Die wichtigsten Stationen zeigen, warum klare Antworten noch ausstehen.

  1. 1981

    Carlini & Cunha

    In frühen Versuchen wurde unter anderem 160 mg CBD geprüft. Teilnehmende berichteten von längerem Schlaf. Die Untersuchung war klein und liegt viele Jahre zurück.

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    PMID 7028792

  2. 2017

    Babson und Kollegen

    Die Autoren beschrieben CBD bei Insomnie als vorläufig interessant. Für THC nannten sie eine möglicherweise kürzere Einschlafzeit, aber auch Nachteile für die Schlafqualität bei längerer Verwendung.

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    PMID 28349316

  3. 2018

    Linares – gesunde Teilnehmende

    Nach einmalig 300 mg CBD zeigte die Polysomnografie keinen signifikanten Effekt auf den Schlaf-Wach-Zyklus.

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    PMID 29674967

  4. 2019

    Shannon – Daten aus einer Klinik

    Bei 72 Erwachsenen waren die Angstwerte im ersten Monat bei 79,2 % niedriger. Die Schlafwerte waren bei 66,7 % besser, schwankten danach jedoch. Eine Kontrollgruppe gab es nicht.

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    PMID 30624194

  5. 2024–2025

    Narayan, Wang & gemeinsame Auswertung

    Geprüft wurden unter anderem 150 mg CBD sowie eine CBD-Terpen-Kombination bei Insomnie. Letztere lag bei Tiefschlaf und REM-Schlaf um 1,3 Prozentpunkte höher. In der gemeinsamen Auswertung schnitten Cannabinoide insgesamt bei der selbst berichteten Schlafqualität besser ab, CBD allein jedoch nicht klar.

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    PMID 38174873, 39167421, 40929927

Studie Aufbau Ergebnis Was offenbleibt
Shannon et al. 2019 Rückblickende Klinik-Auswertung; 72 Erwachsene in der Analyse Im ersten Monat sanken Angstwerte bei 79,2 %, Schlafwerte waren bei 66,7 % besser und schwankten danach. Bis auf 3 Personen wurde CBD gut vertragen. Keine Kontrollgruppe; Alltagseinflüsse und Erwartungen lassen sich nicht trennen.
Linares et al. 2018 Crossover-Studie mit Zufallsverteilung; 26 auswertbare gesunde Personen; einmalig 300 mg CBD In der Polysomnografie zeigte sich kein signifikanter Effekt auf den Schlaf-Wach-Zyklus. Ergebnis bei Gesunden nach einer einzelnen Einnahme; andere Gruppen und längere Zeiträume bleiben offen.
Narayan et al. 2024 Pilotstudie mit Zufallsverteilung und Vergleichsgruppe; 150 mg CBD oder Placebo; 2 Wochen Insomnie-Schwere, Einschlafzeit und mehrere Tagebuchwerte waren meist ähnlich wie unter Placebo. Wohlbefinden und ein Actigraphie-Wert zur Schlafeffizienz waren teilweise höher. Kleine Pilotstudie; Dauer, Mengen und psychologische Effekte sollten weiter geprüft werden.
Wang et al. 2025 Crossover-Studie mit Zufallsverteilung; 125 Personen; CBD-Terpen-Kombination über 4 Wochen Der Anteil aus Tiefschlaf und REM-Schlaf lag um 1,3 Prozentpunkte höher als unter Placebo (P=0,03). Die Gesamtschlafzeit blieb unverändert. Kombinationsprodukt; der Beitrag von CBD allein ist nicht bestimmbar.
da Silva et al. 2025 Auswertung von 6 Studien mit Zufallsverteilung und insgesamt 1077 Teilnehmenden Cannabinoide insgesamt zeigten bei selbst berichteter Schlafqualität eine SMD von 0,53. Für CBD allein war die SMD 0,13 und nicht signifikant. Große Unterschiede zwischen den Studien; Ergebnisse anderer Cannabinoide sind nicht auf CBD übertragbar.
Suraev et al. 2026 Pilotstudie mit Zufallsverteilung und Vergleichsgruppe; 20 Personen; einmalig 10 mg THC plus 200 mg CBD Gesamtschlaf und REM-Schlaf waren geringer als unter Placebo. Keine Untersuchung von reinem CBD; kleine Stichprobe und nur eine Einnahme.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Shannon et al. werteten rückblickend Daten aus einer psychiatrischen Klinik aus. Bei 72 Erwachsenen gingen die Angstwerte im ersten Monat bei 79,2 % zurück; die Schlafwerte waren bei 66,7 % besser, schwankten später jedoch. Bis auf 3 Personen wurde CBD gut vertragen. Weil eine Kontrollgruppe fehlte, lässt sich nicht trennen, welchen Anteil CBD, Erwartungen, der natürliche Verlauf oder andere Veränderungen im Alltag hatten.

Linares et al. prüften einmalig 300 mg CBD bei 26 auswertbaren gesunden Personen. Die Polysomnografie zeigte keinen signifikanten Effekt auf den Schlaf-Wach-Zyklus. Das sagt vor allem etwas über eine einzelne Einnahme bei Gesunden aus – nicht automatisch über Menschen mit anhaltenden Schlafproblemen oder eine Verwendung über längere Zeit.

Bei Narayan et al. erhielten die Teilnehmenden 2 Wochen lang entweder 150 mg CBD oder ein Scheinpräparat. Insomnie-Schwere, Einschlafzeit und mehrere Werte aus dem Schlaftagebuch waren meist ähnlich. Beim Wohlbefinden und bei einem per Actigraphie gemessenen Wert zur Schlafeffizienz lag die CBD-Gruppe teilweise höher. Da nur wenige Menschen teilnahmen, bleibt abzuwarten, ob sich diese Unterschiede in größeren Untersuchungen wiederholen.

Wang et al. untersuchten 125 Personen über 4 Wochen. Geprüft wurde keine reine CBD-Formulierung, sondern eine Kombination aus CBD und Terpenen. Der Anteil aus Tiefschlaf und REM-Schlaf lag um 1,3 Prozentpunkte höher als in der Vergleichsgruppe (P=0,03), während die Gesamtschlafzeit unverändert blieb. Welcher Bestandteil zu diesem Unterschied beitrug, lässt sich daraus nicht ablesen.

Da Silva et al. fassten 6 Studien mit 1077 Teilnehmenden zusammen. Für Cannabinoide insgesamt ergab sich bei der selbst berichteten Schlafqualität eine SMD von 0,53. Bei CBD allein betrug die SMD 0,13 und war nicht signifikant. Da Aufbau, Produkte und teilnehmende Gruppen stark voneinander abwichen, ist eine allgemeine Aussage schwierig.

Suraev et al. gaben 20 Personen einmalig 10 mg THC plus 200 mg CBD. Gesamtschlaf und REM-Schlaf waren geringer als in der Vergleichsgruppe. Da THC und CBD gemeinsam eingesetzt wurden, ist dies kein Ergebnis für CBD allein. Eine frühere Arbeit von Suraev aus dem Jahr 2020 kam zu dem Schluss, dass die vorhandenen Daten für eine regelmäßige klinische Nutzung von Cannabinoiden bei Schlafstörungen nicht ausreichen. Babson et al. beschrieben die Forschung 2017 ebenfalls als noch jung und die Ergebnisse als gemischt.

Kurz gesagt: Einzelne Ergebnisse sind interessant und verdienen weitere Prüfung. Große, klare Belege für einen allgemein übertragbaren Effekt von CBD allein auf Schlafqualität, Einschlafzeit oder Gesamtschlaf fehlen bislang. Gute Schlafgewohnheiten bleiben daher die wichtigste Grundlage.

Öl, Kapseln, Pflaster: Was unterscheidet die Formen?

Öl, Kapseln und Pflaster unterscheiden sich vor allem in ihrer Verwendung und Kennzeichnung. Aus der Form allein lässt sich kein bestimmtes Schlafergebnis ableiten. Wichtiger sind eine verständliche Zutatenliste, klare Mengenangaben und Hinweise, die sich ohne Rätselraten nachvollziehen lassen.

Welche Form passt in welchen Alltag?

Öl, Kapseln und Pflaster unterscheiden sich bei Verwendung, Kennzeichnung und Routine. Ein bestimmtes Schlafergebnis lässt sich daraus nicht ableiten.

CBD-Öl

  • Die Menge wird meist über Tropfen angegeben. Ein genaues Etikett macht den Vergleich leichter.
  • Je nach Produkt wird das Öl im Mund verwendet oder zusammen mit Nahrung aufgenommen.
  • Geschmack und die persönliche Abendroutine können bei der Wahl eine Rolle spielen.

Kapseln

  • Jede Kapsel enthält eine fest angegebene Menge.
  • Die Einnahme lässt sich einfach in eine bestehende Routine einbauen.
  • Die Menge pro Einheit kann nicht so fein angepasst werden wie bei Tropfen.

Pflaster

  • Pflaster werden auf der Haut getragen und unterscheiden sich deutlich von oral verwendeten Formen.
  • Tragedauer und Verwendung richten sich nach den Angaben des jeweiligen Produkts.
  • Die Hautstelle sollte sauber und unverletzt sein. Bei Reizungen wird das Pflaster entfernt.
Öl, Kapseln und Pflaster im Alltag
Form Mengenangabe Praktischer Hinweis
Öl flexibel Die Tropfenangabe auf dem Etikett sollte nachvollziehbar sein.
Kapseln feste Menge Die Angabe pro Kapsel erleichtert den Vergleich.
Pflaster Abgabe über die Haut Tragedauer und Hautverträglichkeit sollten beachtet werden.

Mehr zur Forschung findest du unter CBD-Studien · Schlaf. Wissenswertes zur äußerlichen Form steht im Beitrag über CBD-Pflaster.

Form Praktischer Unterschied Worauf du achten kannst
Öl Die Menge wird häufig pro Flasche, Milliliter oder Tropfen angegeben. CBD-Gesamtmenge, Flascheninhalt, Zutaten und nachvollziehbare Tropfenangabe
Kapseln Jede Einheit enthält eine vorab festgelegte Menge. Angabe pro Kapsel und Anzahl der Kapseln in der Packung
Pflaster Werden äußerlich getragen und unterscheiden sich deutlich von oral verwendeten Formen. Tragedauer laut Etikett, Inhaltsstoffe und Hinweise zur Anwendung auf der Haut

Auch Begriffe wie Vollspektrum, Breitspektrum oder Isolat beschreiben zunächst nur die Zusammensetzung. Sie sagen nichts Verlässliches über ein mögliches Schlafergebnis aus. Einen Einblick in den Shop-Kontext gibt die Seite Schlaf und Abendroutine.

Wie liest man mg und Tropfen auf dem Etikett?

Milligramm, Prozentangaben und Tropfen werden schnell miteinander verwechselt. Gut verständlich ist ein Etikett dann, wenn es die gesamte CBD-Menge der Flasche, den Flascheninhalt und die Menge pro Einheit nachvollziehbar nennt. So lassen sich Produkte sachlicher miteinander vergleichen.

Milligramm und Tropfen verständlich umrechnen

Die Rechnung macht Angaben auf dem Etikett leichter vergleichbar. Sie ist keine Empfehlung zur Einnahme. Angenommen werden 1 Tropfen ≈ 0,05 ml; die tatsächliche Tropfengröße hängt vom Hersteller ab.

— TropfenDas Ergebnis zeigt, wie sich die gewählten Etikettangaben rechnerisch zueinander verhalten.
Beispielrechnung für 25 mg CBD bei 0,05 ml pro Tropfen
Konzentration mg pro Tropfen Rechnerische Tropfenzahl für 25 mg
5 % ≈ 2,5 mg ≈ 10
10 % ≈ 5 mg ≈ 5
15 % ≈ 7,5 mg ≈ 3–4
20 % ≈ 10 mg ≈ 2–3
30 % ≈ 15 mg ≈ 1–2

Produkte rund um Schlaf und Abendroutine findest du unter swissfx.de/pages/schlaf. Die Angaben dort sollten jeweils direkt am Produkt geprüft werden.

Wichtig: Die Mengen aus den genannten Studien waren Teil der jeweiligen Untersuchung. Sie sind keine Anleitung für den persönlichen Gebrauch. Eine ähnliche Zahl auf einem Handelsprodukt bedeutet außerdem nicht, dass Zusammensetzung, Verwendung und untersuchte Bedingungen vergleichbar sind.

Was ist mit Melatonin und CBD?

Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das an der zeitlichen Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt ist. Für Lebensmittel ist die Angabe „Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen“ zugelassen, wenn mindestens 1 mg Melatonin aufgenommen wird; die positive Wirkung stellt sich bei einer Aufnahme kurz vor dem Schlafengehen ein.

Diese konkrete Aussage gilt für Melatonin und darf nicht auf CBD übertragen werden. Enthält ein Produkt beide Stoffe, sollten sie getrennt betrachtet werden. Aus der Kombination folgt weder automatisch ein zusätzlicher Effekt noch lässt sich vorhersagen, wie eine einzelne Person darauf reagiert. Dafür müsste genau diese Zusammensetzung mit passenden Vergleichsgruppen untersucht werden.

Wer Medikamente einnimmt, schwanger ist, stillt oder gesundheitliche Beschwerden abklären lässt, sollte die geplante Verwendung von CBD- oder Melatoninprodukten vorher medizinisch besprechen. Das ist besonders wichtig, wenn Tagesmüdigkeit oder eingeschränkte Aufmerksamkeit bereits eine Rolle spielen.

Woran erkennst du verlässliche Angaben zu Schlaf und CBD?

Gute Informationen nennen nicht nur ein auffälliges Ergebnis. Sie erklären auch, wer teilgenommen hat, was genau geprüft wurde, ob es eine Vergleichsgruppe gab und welche Fragen offenblieben. Vorsicht ist angebracht, wenn Ergebnisse einer THC-CBD-Kombination stillschweigend auf reines CBD übertragen werden. Dasselbe gilt, wenn eine Beobachtung ohne Kontrollgruppe wie eine sichere Aussage klingt.

Kann eine einzelne Studie eine verlässliche Antwort geben?

Selten. Entscheidend sind der Aufbau, die Zahl und Auswahl der Teilnehmenden, die Vergleichsgruppe und die Frage, ob sich ein Ergebnis wiederholen lässt. Eine kleine Pilotstudie kann eine spannende Richtung zeigen, begründet aber noch keine allgemeine Erwartung.

Warum sind Placebo-Gruppen wichtig?

Schlaf schwankt auch ohne Eingriff. Erwartungen, stressige Tage, Veränderungen der Routine und die Art der Messung können Ergebnisse beeinflussen. Eine passende Vergleichsgruppe mit Scheinpräparat macht besser sichtbar, ob sich die geprüfte Formulierung tatsächlich von diesen Einflüssen abhebt.

Sind Schlaftracker und Schlaftagebuch gleich aussagekräftig?

Nein. Ein Tagebuch hält fest, wie eine Person die Nacht erlebt hat. Tragbare Geräte berechnen Werte aus Bewegung und weiteren Sensordaten. Eine Polysomnografie misst zusätzliche körperliche Größen. Die Methoden betrachten Schlaf aus verschiedenen Richtungen und beantworten deshalb unterschiedliche Fragen.

Lassen sich Ergebnisse von CBD-Mischungen auf CBD-Öl übertragen?

Nicht ohne Weiteres. Terpene, THC, weitere Bestandteile und deren Mengen können das Ergebnis mitprägen. Entscheidend ist immer, welche konkrete Formulierung geprüft wurde.

Wann ist professionelle Unterstützung sinnvoll?

Wenn Schlafprobleme anhalten, den Alltag deutlich beeinträchtigen oder zusammen mit auffälliger Tagesmüdigkeit, Atemproblemen, starker innerer Anspannung oder anderen Beschwerden auftreten, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll. Ein Schlaftagebuch kann das Gespräch gut vorbereiten.

Quellen

  1. Shannon et al. (2019): Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30624194/
  2. Babson et al. (2017): Cannabis, Cannabinoids, and Sleep: a Review of the Literature. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28349316/
  3. Linares et al. (2018): No Acute Effects of Cannabidiol on the Sleep-Wake Cycle of Healthy Subjects. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29674967/
  4. Carlini & Cunha (1981): Hypnotic and antiepileptic effects of cannabidiol. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7028792/
  5. Narayan et al. (2024): Cannabidiol for moderate-severe insomnia: a randomized controlled pilot trial of 150 mg of nightly dosing. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38174873/
  6. Wang et al. (2025): Effects of a cannabidiol/terpene formulation on sleep in individuals with insomnia. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39167421/
  7. Suraev et al. (2020): Cannabinoid therapies in the management of sleep disorders. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32603954/
  8. da Silva et al. (2025): Effectiveness of cannabinoids on subjective sleep quality. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40929927/
  9. Suraev et al. (2026): Acute Effects of Oral Cannabinoids on Sleep and High-Density EEG in Insomnia. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40631525/
  10. Ohayon et al. (2017): National Sleep Foundation's sleep quality recommendations: first report. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28346153/
  11. Riemann et al. (2017): European guideline for the diagnosis and treatment of insomnia. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28875581/

Für die Einordnung wurden der Aufbau der Untersuchungen, die geprüfte Formulierung, die Vergleichsgruppe und die erfassten Schlafwerte berücksichtigt. Kombinationen mit THC oder Terpenen wurden nicht mit CBD allein gleichgesetzt.

Dieser Artikel informiert allgemein und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung oder Diagnostik. Produktkennzeichnungen und persönliche Voraussetzungen sollten immer gesondert geprüft werden.