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CBD MAGAZIN
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Für manche ist es ein Piepston, für andere ein dauerhaftes Rauschen. Das Schlimme ist, dass diese unangenehmen Ohrgeräusche nicht weggehen. Sie sind immer da und verursachen Kopfschmerzen, Schlafprobleme und Erschöpfung. In diesem Artikel findest du die Ergebnisse von Studien, die sich mit dem Thema CBD Öl bei Tinnitus beschäftigt haben.
Tinnitus ist eine Störung des Hörsystems, bei der eine Person Geräusche wahrnimmt, die von anderen nicht gehört werden können. Diese Ohrgeräusche können als Klingeln, Summen, Pfeifen oder Zischen wahrgenommen werden. Das Schlimme an diesen Ohrgeräuschen ist, dass sie in der Regel chronisch sind. Tinnitus kann das alltägliche Leben stark beeinträchtigen und zu Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Stress führen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Tinnitus häufig ein Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung ist und nicht unbedingt eine Krankheit für sich. Daher sollte die Ursache immer von einem Arzt oder HNO-Spezialisten geklärt werden. Tinnitus kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, die in äußere und innere Kategorien eingeteilt werden können.
Zu den äußeren Faktoren, die Tinnitus auslösen können, gehören:
Was die inneren Faktoren betrifft, so kann Tinnitus auch eine Begleiterscheinung von gesundheitlichen Zuständen sein:
Die Behandlung von Tinnitus kann eine Herausforderung darstellen, da die genaue Ursache oft schwer zu bestimmen ist und es bisher keine universelle Heilung gibt. Häufig eingesetzte Therapieansätze umfassen kognitive Verhaltenstherapie, Hörgeräte, Schalltherapie oder Tinnitus-Retraining-Therapie, die darauf abzielen, die Wahrnehmung des Tinnitus-Geräusches zu reduzieren oder die Reaktion des Patienten darauf zu verändern. Auch Infusionen, um dem Körper ausreichend Flüssigkeit zu zufügen, werden manchmal angewandt.
Es gibt verschiedene Ansätze, die helfen können. Hier sind einige aufgelistet:
Während einige dieser Methoden für manche Menschen hilfreich sein können, ist es wichtig zu beachten, dass der Erfolg individuell variieren kann. Es wird empfohlen, vor Beginn einer Behandlung einen Facharzt zu konsultieren.
Die wissenschaftliche Forschung zum Thema CBD und Tinnitus ist noch nicht weit fortgeschritten. Es gibt Studien, die sich mit Cannabis-Konsum und Tinnitus beschäftigen. Dabei steht aber meist der psychoaktive Hanf-Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) im Mittelpunkt. Tatsächlich ist es so, dass viele Wissenschaftler vermuten, dass Cannabis mit dem psychoaktiven Wirkstoff THC den Tinnitus verschlimmert (Zheng & Smith, 2019). Allerdings ist die Einnahme von CBD nicht dasselbe wie Kiffen, weil die Hanftropfen nicht bewusstseinserweiternd wirken.
Eine neuseeländische Studie von Smith & Zheng (2016) hat die Mechanismen analysiert, mit welchen Cannabinoide Einfluss auf das Hören nehmen. Eine Hypothese vermutet, dass Tinnitus eine Art von sensorischer Epilepsie ist, die durch übermäßige neuronale Aktivität in den Hörregionen des Gehirns entsteht. Obwohl es derzeit keine wirksame medikamentöse Behandlung für Tinnitus gibt, werden in einigen Fällen Antiepileptika als mögliche Behandlungsoption verwendet. Es gibt zunehmend Hinweise darauf, dass Cannabinoid-Medikamente, also „Anreger“ der Cannabinoid-Rezeptoren, auch antiepileptische Wirkungen haben können, zumindest in einigen Fällen und in einigen Teilen des Gehirns. Der Cannabinoid CB1-Rezeptor und das körpereigene Cannabinoid, 2-Arachidonylglycerol (2-AG), werden im Hörnervenkern ausgeschüttet und sind an der Regulation der Plastizität beteiligt. Die Frage ist, ob Agonisten des Cannabinoid-Rezeptors im Hörnervenkern eher pro- oder antiepileptisch wirken und daher ob Cannabinoide und Cannabis selbst wahrscheinlich Tinnitus verbessern oder verschlimmern würden. Es gibt keine abschließende Antwort auf diese Frage.
Dass sie einfach nicht richtig schlafen können, macht Betroffene von Tinnitus besonders zu schaffen. Allerdings gibt es mehrere Studien, die darauf hindeuten, dass CBD den Schlaf verbessern kann. Das kann wiederum eine Hilfe sein, wenn man unter Tinnitus leidet.
In einer großen retrospektiven Fallserie (Shannon et al., 2019) in einer psychiatrischen Klinik wurde untersucht, ob CBD zur Verbesserung von Schlaf und/oder Angstzuständen in einer klinischen Population beiträgt. Die Studie umfasste eine Überprüfung von Patientenakten mit monatlicher Dokumentation über Angst und Schlafqualität bei 72 Erwachsenen. Von denen litten 47 an Angstzuständen und 25 an Schlafproblemen. Die Schlafwerte verbesserten sich im ersten Monat der Einnahme von CBD Öl bei 48 Patienten (66,7%), wobei diese Werte im Laufe der Zeit schwankten. CBD wurde von fast allen Patienten gut vertragen. Die Schlussfolgerung der Studie besagt, dass Cannabidiol möglicherweise Vorteile für angstbedingte Störungen und Schlafprobleme bietet, wobei kontrollierte klinische Studien erforderlich sind.
Wie du an den oben zitierten Studien siehst, gehen Forscher davon aus, dass Marihuana-Konsum den Tinnitus eher verschlechtert. Allerdings hat Cannabidiol keine bewusstseinserweiternden Eigenschaften wie THC, sodass unklar ist, wie CBD auf Tinnitus Einfluss hat. Allerdings scheint CBD Hanföl einen guten Einfluss auf den Schlaf zu haben, was für Tinnitus-Betroffene eine Unterstützung darstellen könnte. Du solltest die Hanftropfen keinesfalls als Ersatz einer medizinischen Behandlung ansehen. Die Wissenslage zum Thema CBD Öl bei Tinnitus ist völlig unzureichend.