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Anleitung: CBD Öl für Hunde zur Beruhigung an Silvester

CBD an Silvester

Wenn das Jahresende naht, sind wir mit vielen Überlegungen rund um Silvester beschäftigt. Von der Auswahl des richtigen Silvester-Menüs, der perfekten Party bis zu den realistischsten Neujahrsvorsätzen ist die Bandbreite groß. Die Vorfreude auf dieses Event ist vor allem bei Tierbesitzern häufig sehr gedämpft. Neben Katzen leiden auch Hunde häufig sehr unter dem Lärm der Raketen und Böller. Manche Hunde verknüpfen den in der Luft liegenden Schwefelgeruch unmittelbar mit dem Geräusch der hochgehenden Knallkörper. Bei einigen Tieren kann dies ein weitgehendes Trauma verursachen, das in Extremfällen beim Entzünden einer Kerze durch den Geruch von Schwefel in der Luft wieder aufleben kann. Auch in den nicht so dramatischen Fällen kann die Silvesternacht für Hundehalter*Innen, sowie ihren Vierbeinern eine Tortur sein. Von einer erhöhten Schreckhaftigkeit unserer Vierbeiner, über ängstliches Verstecken, bis hin zu panischen Anfällen, in denen die Tiere nicht mehr ansprechbar sind, ist die Palette breit. Ganz gleich wie stark die ängstliche Ausprägung ist, ist es in der Regel der Wunsch der Besitzer, ihren Hunden ein maximal entspanntes Silvester zu machen. Einige Hundehalter wählen aus diesem Grund den Hüttenurlaub am letzten Tag des Jahres, weitab von Zivilisation und Feuerwerk. Wer sich nicht ins Nirvana aussiedeln oder ohne eine Party das Jahr beenden möchte, dem könnte folgende Anleitung helfen.

CBD gegen Angst- und Paniksymptomatiken

Im Dezember nehmen häufig die routinemäßigen Behandlungstermine in meiner Praxis einen Gesprächsverlauf wie zum Beispiel: 

„Wie kann ich meinen Hund optimal zu Silvester unterstützen? Er kann den Lärm von Jahr zu Jahr schlechter verkraften und unsere Nerven leiden auch schon darunter.” 

Gerne und guten Gewissens empfehle ich an der Stelle die Anwendung von CBD-Präparaten. CBD ist ebenso bei sensiblen und nervösen Tierbesitzern vor allem für seine beruhigende und stressreduzierende Wirkung bekannt, welche in diesen Fällen auch dem Hund bei äußeren Einflüssen wie Feuerwerken zugutekommen kann. Auch hier sollten Herrchen und Frauchen überlegen und mit einem Arzt oder Heilpraktiker darüber sprechen. 

CBD Öl für Hunde

Diese Nervosität der Menschen kann sich auf den Hund rückkoppeln, was eine unschöne und meist unerwünschte Wechselwirkung ergeben kann. CBD-Öl ist mittlerweile auch bei Tierbesitzern vor allem für seine beruhigenden und stressreduzierenden Effekte bekannt. 

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass bei Angst geplagten Haustieren CBD Öl häufig das Angstlevel senken kann. 

Patientenbesitzer berichten mir immer wieder, dass sie positive Auswirkungen auf die Psyche und die Stressresistenz ihrer geliebten Vierbeiner festgestellt haben. Die Wirkungsweise von CBD-Öl liegt an dem sogenannten Endocannabinoid-System (kurz ECS), welches ein Teil des Nervensystems von Tieren und Menschen ist. Dieses hochkomplexe Netzwerk befindet sich überall im Körper, wirkt als Regulationssystem und ist eines der größten Rezeptorsysteme. Es ist vermutlich unter anderem für Stoffwechselprozesse, welche entscheidend für Stressbewältigung und Schlafregulation sein können, verantwortlich. Herrscht eine Disharmonie in diesem System, versucht das ECS durch Freisetzung von körpereigenen Endocannabinoiden dies auszugleichen. 

Durch die gezielte Gabe von CBD-Öl kann das körpereigene ECS-System zur weiteren Produktion von körpereigenen Cannabinoiden angeregt werden, welche in der Folge auf den Organismus beruhigend, angstlösend und stimmungsaufhellend und auch schmerzlindernd wirken.

Es ist in unserem Alltag leider nicht gänzlich möglich, die Tiere von jeglichem Stress fernzuhalten. Hier kann CBD eine gute Möglichkeit sein, um ihnen einen besseren Umgang mit stressigen Situationen zu ermöglichen. Auch ein gesunder Schlaf mit ausreichend Tiefschlafphasen trägt zu einem entspannten Verhalten bei und ist für ein gutes Allgemeinbefinden wichtig.

Anleitung zur Unterstützung mit CBD an Silvester

Diese Anleitung ist ein Beispiel von vielen verschiedenen Möglichkeiten, das Haustier in einer so außergewöhnlichen Situation wie an Silvester unterstützen zu können. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für jedes Tier kann eine andere Lösung praktikabel sein, da es sich wie bei uns Menschen auch um Individuen handelt. Eine Anweisung kann nie auf alle Individuen zugeschnitten sein. Da ich aber mit der folgenden Anleitung bereits positive Ergebnisse in meinem Patientenkreis erzielen konnte, stelle ich Euch diesen gerne vor:

Es empfiehlt sich die Gabe von CBD-Präparaten nicht erst zu einem kritischen Zeitpunkt, sondern bereits eher zu beginnen. Dies hat nicht nur den Grund, dass häufig bereits am 30.12. vereinzelt mit Knallern gerechnet werden muss, sondern auch um ein möglichst entspannte Grundstimmung zu erhalten. Bei Hunden mit besonders dramatischen Silvester-Erlebnissen empfiehlt es sich, bereits ca. 8 Tage vorher mit der Gabe von CBD-Öl zu starten. In den milderen Fällen sind meiner Meinung nach 5 Tage im Vorhinein ausreichend. Die Dosis ist vom Gewicht des Tieres abhängig und sollte in den Tagen vor Silvester laut Herstellerangaben verabreicht werden. Aus der Erfahrung heraus können hier oftmals 1-2 Tropfen des CBD-Öls schon ausreichend sein. Am 30.12. wird die Dosis minimal angehoben und am 31.12. ebenfalls nochmal. Da in der Realität leider in manchen Regionen bis zum 02.01. Böllergeräusche zu hören sind, rate ich zu einer Gabe bis ungefähr zweiten Januar. 

Die Eingabe von CBD-Öl an sich ist simpel. Empfohlen wird, das CBD-Öl unter die Zunge des Tieres zu tropfen. Sollte dies nicht möglich sein, kann das CBD-Öl auch unter das Futter gegeben werden. Es sollte allerdings sichergestellt sein, dass das Tier die gewünschte Menge an CBD-Öl restlos aufnimmt. Dies kann am besten durch eine kleine Futtermenge zur Beimischung gewährleistet werden. Sollte eine noch höhere Dosis notwendig sein, kann die Dosiermenge nach Rücksprache mit Tierarzt oder Tierheilpraktiker meist noch gesteigert werden. 

Weitere unterstützende Maßnahmen

Zusätzlich zur Unterstützung mit CBD-Öl kannst du deinem Vierbeiner noch Gutes tun, um die Silvesternacht besser zu überstehen. Es ist ratsam, die Wohnung oder die Räume, in denen sich das Tier aufhält, bestmöglich vor dem draußen entstehenden Lärm und den plötzlich auftretenden Lichtern am Himmel zu schützen. Auch wenn die Möglichkeiten hierbei oftmals begrenzt sind, ist das Abdunkeln der Wohnräume durch Vorhänge und Jalousien ein Anfang. Tiere sollten in solchen Situationen auch nicht allein gelassen, sondern im Auge behalten werden. Dies dient nicht nur dazu, im Ernstfall eingreifen oder Hilfe leisten zu können, sondern auch dem Tier als ein sicherer Ruhepol zur Verfügung zu stehen. Die eigene innere Einstellung überträgt sich oftmals auf unsere Vierbeiner – ob wir wollen oder nicht. Ein zudem wichtiger Punkt ist die Anpassung der Tagesroutinen wie z.B. das Gassi gehen. Wenn möglich ist es dringend anzuraten, abends mit dem Hund nicht mehr auszugehen, wenn keine 100%ige Sicherung möglich ist. Viele Hunde sind Meister darin, sich in Windeseile aus dem Halsband oder Geschirr zu winden, sobald Angst oder Panik auftritt. Ein spezielles Sicherheitsgeschirr, doppelte Leinenanbindung oder ein absolut ausbruchssicherer Garten sind hier eine der leider begrenzten Möglichkeiten. Im Jahr 2022 wurden mehr als 1.000 Hunde und Katzen nach Silvester vermisst. 

CBD für Hunde

Gibt es Studien zu CBD bei Angstverhalten an Silvester?

Im Jahr 2023 wurde in einer Studie des Waltham Petcare Science Institute untersucht, ob THC-freie CBD-Destillate Stress bei Hunden positiv beeinflussen können. Die Studie wurde situationsbedingt beim Alleingelassen werden des Hundes in einem vertrauten Raum oder dem Reisestress während einer kurzen Autofahrt untersucht. Vor, während und nach dem Test wurden verschiedene physiologische und verhaltensbezogene Maßnahmen dokumentiert. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass Veränderungen in mehreren stressbezogenen Verhaltens- und Wirkungsweisen (Serum-Cortisol, mittlere Ohrtemperatur, Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Winseln und ein Stress-/Angstverhaltensfaktor) feststellbar waren. Im Vergleich löste die Autofahrt bei den Hunden eine stärkere Stressreaktion aus. Die mindernde Wirkung der Gabe von CBD-Öl unterschied sich je nach Maßnahme und Test, wobei eine deutliche Reduzierung der Stresssymptomatik im Gegensatz zu den mit Placebo ausgestatteten Hunden festgestellt werden konnte. Aus dieser Studie lässt sich laut meiner Interpretation die Annahme deutlich ableiten, dass die Eingabe von CBD-Öl bei Stresssituationen und Angst beim Hund das Stresslevel senken kann.

Als weitere Studie in diesem Kontext, lässt sich die Übersichtsstudie aus dem Jahr 2015 anführen, welche die Wirkung von CBD auf Angststörungen bei Tieren und Menschen untersuchte. Als Forschungsergebnis konnte, festgehalten werden, dass CBD im getesteten Studienumfeld positive Auswirkungen auf diverse Angst- und Panikstörungen brachte. Man vermutet, dass die Therapieerfolge an der Fähigkeit von CBD - an Rezeptoren anzudocken - herbeigeführt wurden. Insbesondere bei akuten Angstzuständen konnte oftmals Linderung des Zustandes erreicht werden. Als klarer Vorteil von CBD kann die gute Verträglichkeit mit seltenen Nebenwirkungen angeführt werden. Da das Thema CBD im Veterinärbereich immer bekannter wird, ist davon auszugehen, dass noch weitere Studien rund um dieses Thema folgen werden.

Fazit: CBD als Unterstützung gegen Angst

Auch wenn für viele Menschen zum Jahreswechsel ausgiebige Feuerwerke und laute Knaller dazugehören, sollte man nicht vergessen, dass es auch Lebewesen gibt, die darunter leiden. Als Tierbesitzer ist es meiner Meinung nach unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass Sie bestmöglich den Übergang ins neue Jahr überstehen und langfristig verkraften. Niemand will seinen geliebten Vierbeiner in einem traumatisierten Zustand oder Angst- oder Panikattacke erleben. CBD-Öl kann hier ein unterstützendes Werkzeug sein. Wenn das Tier unter massiven Verhaltensänderungen und Angstzuständen leidet, ist es sinnvoll zusätzlich einen Verhaltenstherapeuten oder Tierarzt um Hilfe zu bitten.